2. Juli 2021

Sport nach Corona? Bitte gut vorbereitet!

Jetzt ist Trainingsstart, nach langer Corona-Zwangspause! Doch nicht selten ist mit dem Sport nach Corona eine hohe Verletzungsgefahr verbunden. Im Zentrum für Sportmedizin und Prävention im wohninvest WESERSTADION bemerken die Ärzte und Experten der Paracelsus Sportmedizin und Prävention einen enormen Zulauf an sportspezifischen Verletzungen, die durch eine Überbelastung nach der pandemiebedingten Sportpause auftreten. „Wir sehen seit ein paar Wochen sehr viele spezifische Knie- und Sprunggelenkverletzungen“, erklärt Dr. Alberto Schek, Chefarzt der Paracelsus Sportmedizin und Prävention. Wer sich jedoch gut vorbereitet, der hat einen optimalen Schutz vor Verletzung. Nachfolgend ein paar grundlegende Tipps und Hilfestellungen des Sportmediziners.

Der gesunde Trainingsstart

Es ist enorm wichtig, dem Körper die nötige Zeit zu geben, sich an den Sport nach Corona zu gewöhnen. Nur so können Verletzungen aufgrund einer Überbelastung vermieden werden. Am besten ist es, mit derjenigen Sportart, mit der man pandemiebedingt aufgehört hat, wieder locker einzusteigen. Damit man sich mit Trainingsstart keine Verletzung zuzieht, sollten die Sportler auf eine gesunde Frequenz achten und sich Ruhephasen gönnen. Die Dauer der Einstiegsphase beträgt circa vier Wochen und das Training sollte dabei sukzessive gesteigert werden. Eine wöchentliche Steigerung der Intensität empfiehlt der Chefarzt der Sportmedizin.

Sport nach Corona mit Präventions-Übungen

Trainingsstart in Kleingruppen – das ist im Mannschaftssport besonders zu empfehlen. Nur so kann der Trainer auf jeden einzelnen Sportler achten und ein individuelles Training durchführen. Zudem sollte vor jeder Trainingseinheit gezielt Verletzungsprävention betrieben werden, beispielsweise mit Hilfe von Aufwärm- und Stabilitätsübungen. Besonders eignen sich Übungen, die auf Kraft und Stabilität ausgerichtet sind, damit der Körper auf die sportliche Einheit vorbereitet werden kann. Dr. Schek und Robin Neumann, Leiter Prävention und Betriebliche Gesundheitsförderung der Paracelsus Sportmedizin und Prävention, empfehlen hierfür z.B. Übungsprogramme wie FIFA11+ oder die evidenzbasierten Trainingsprogramme des Oslo Sports Trauma Research Center (OSTRC), um nach der längeren Trainingspause einen guten sportlichen Wiedereinstieg zu haben.

Regeneration beim Trainingsstart nicht vergessen

Es ist absolut notwendig, Regenerationspausen einzubauen. Zeit und guter Schlaf sind die beste Regeneration, um den sportlichen Wiedereinstieg nach der langen Trainingspause möglichst effektiv zu gestalten. Alkohol ist nach dem Training Tabu. Denn Alkohol hat einen negativen Einfluss auf die Regeneration des Gewebes, da der Körper unter anderem eher mit dem Abbau des Alkohols als mit dem Aufbau der Muskeln beschäftigt ist.

Verletzungsgefahr auch bei den Profis?

Generell lässt sich beobachten, dass Amateure mit vollem Elan versuchen, wieder in ihr gewohntes Training einzusteigen. Sie ignorieren dabei jedoch häufig, dass nach der langen Trainingspause ein schrittweiser Wiedereinstieg notwendig ist. Das ist bei den Profis anders. Profi-Sportler haben Trainer an ihrer Seite, die spezifische Trainingspläne für sie erstellen. Für Amateursportler ist es deshalb umso wichtiger, sich von Experten Unterstützung einzuholen, die ihnen mit medizinischen Tipps und Erfahrungswerten zur Seite stehen.