5. Februar 2021

Epilepsiebehandlung an der Paracelsus-Klinik Zwickau

  • Anlässlich des Europäischen Epilepsietages mahnt neurologischer Chefarzt, Symptome ernst zu nehmen
  • Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und betrifft ca. 400.000 bis 800.000 Menschen in Deutschland.

Das neurologische Team der Paracelsus-Klinik Zwickau rund um den neu angetretenen Chefarzt Dr. med. Bert Winkler ist seit vielen Jahren auf die Diagnostik und Behandlung der Epilepsie spezialisiert. Anlässlich des Europäischen Epilepsietages am 8. Februar erklärt Bert Winkler: „Die Krankheit beeinträchtigt das Leben der Betroffenen erheblich. Unbehandelt kann die Epilepsie unter Umständen sogar lebensgefährlich sein. Deshalb rate ich Betroffenen dringend, bei auftretenden Symptomen einen Facharzt zu konsultieren. Heutzutage können wir epileptische Anfälle gut behandeln und häufig sogar für komplette Anfallsfreiheit sorgen“.

Von leichten Taubheitsgefühlen bis zu heftigen Krampfanfällen

Epileptische Anfälle sind als eine vorübergehende Funktionsstörung des Gehirns zu begreifen, die von einer kurz andauernden, gleichzeitigen und überschießenden elektrischen Entladung von Nervenzellen hervorgerufen wird. Dieses Phänomen kann entweder nur in bestimmten Hirnbereichen auftreten oder sich folgend auf die gesamte Hirnrinde ausbreiten. Von der Krankheit Epilepsie spricht man dann, wenn unprovoziert epileptische Anfälle auftreten und hierfür eine Veranlagung des Gehirns vorliegt.

Die Symptome eines epileptischen Anfalls reichen von leichten neurologischen Beeinträchtigungen wie Gefühlsstörungen, Seh- oder Sprachstörungen, einer kurzzeitigen Verwirrtheit bis hin zu heftigen krampfartigen Muskelzuckungen mit Bewusstseinsverlust. Die Krankheit Epilepsie kann in jedem Lebensalter beginnen. Häufig tritt sie aber insbesondere bei Menschen über 60 Jahren auf, da sie durch einen Schlaganfall oder andere im Leben erworbenen Schädigungen des Gehirns ausgelöst werden kann.

Hoher Standard bei Diagnostik und Therapie

In der Abteilung für Neurologie der Paracelsus-Klinik Zwickau erwartet den Patienten ein kompetentes Team, welches eine umfassende Diagnostik, Beratung und Behandlung aller Formen von Anfallserkrankungen bietet. Hiervon profitieren sowohl Patienten, bei denen bereits die Diagnose einer Epilepsie bekannt ist, als auch Menschen mit erstmalig aufgetretenen Anfällen bzw. ungeklärten Bewusstseinsstörungen.

Die diagnostischen Möglichkeiten der Abteilung für Neurologie sind breit gefächert und entsprechen einem überdurchschnittlich hohen Standard. Dazu gehören verschiedene Formen der Elektroenzephalografie (v.a. Ruhe-Wach-EEG, Provokations-EEG, Schlafentzugs-EEG und Video-EEG), mit denen die elektrische Aktivität des Gehirns dargestellt werden kann. Weiterhin nutzen die Fachärzte bildgebende Verfahren (v.a. MRT und CCT), um die Hirnstruktur und epilepsieauslösende Veränderungen darzustellen. Zur Vervollständigung der Diagnostik gehören auch Laboruntersuchungen (Blut und Liquor) dazu.

Für die Behandlung von Anfallsleiden stehen eine Vielzahl von hochwirksamen Medikamenten zur Verfügung. So kann bei insgesamt etwa 50 bis 70 Prozent aller Epilepsie-Patienten durch eine antikonvulsive Therapie eine anhaltende Anfallsfreiheit erreicht werden. Nicht zuletzt können aber auch Patienten selbst viel für eine Linderung oder Vermeidung von Anfällen tun. „Wir erarbeiten für jeden Patienten ein sehr individuelles therapeutisches Konzept, welches neben der medikamentösen Therapie auch die Beratung hinsichtlich eines gesunden Lebensstils, die Vermeidung von auslösenden Faktoren sowie die Planung der weiteren ambulanten Betreuung beinhaltet. Auch Nachkontrollen und die regelmäßige Überprüfung der Gehirnfunktionen sind wichtig für eine wirksame Therapie,“ skizziert Bert Winkler das Behandlungskonzept für Menschen mit Epilepsie an der Paracelsus-Klinik Zwickau.