Corona Chatbot
Fachbereich

Blasenzentrum

Ambulante Sprechstunde

Es gibt zurzeit keine „Blasensprechstunde“. Patienten mit Verdacht oder Diagnose „Blasenkrebs“ können mit Überweisung die Zweitmeinungssprechstunde aufsuchen:

Zweitmeinungssprechstunde

09.00 – 14.00 Uhr

Ambulanz-Sekretariat
Telefon: 0211 4386-170

Die Feststellung von Harnblasentumoren ist auf das Zusammenwirken von medizinischer Expertise und modernen Diagnoseverfahren angewiesen.

Das menschliche Harnsystem besteht aus den Nieren und den ableitenden Harnwegen, zu denen Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre gehören. Bei der Blutreinigung mit Hilfe der Nieren entsteht Urin, der sich in der Harnblase sammelt und von dort aus wieder ausgeschieden wird. Insgesamt kann die Blase etwa 500 ml Urin speichern. Wenn wir gesund sind, spüren wir unsere Blase eigentlich nur dann, wenn sie „drückt“ und uns signalisiert, zur Toilette zu gehen.

Erkrankungen der Blase wie Blasenentzündung oder Blasensteine machen sich meist durch vermehrten Harndrang und Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen bemerkbar. Im Gegensatz dazu entwickelt sich Blasenkrebs oft über einen langen Zeitraum hinweg unauffällig, das heißt, „klassische“ Symptome zeigen sich erst recht spät. Eins der wichtigsten Anzeichen, das auf eine Blasenkrebserkrankung hinweisen könnte, ist Blut im Urin, vor allem beim schmerzlosen Wasserlassen.

Leistungsspektrum

keyboard_arrow_down

  • Tastuntersuchung von Bauch-, Becken-, Nieren- und innerem Genitalbereich
  • Harnuntersuchung mit Urinteststreifen, um Blut im Urin nachzuweisen
  • Ultraschalluntersuchung von Blase und Nieren
    Blasenspiegelung (Zystoskopie):
    die wichtigste Untersuchungsmöglichkeit zur Diagnose von Harnblasentumoren und ermöglicht es dem Facharzt, schon während der endoskopischen Untersuchung Gewebeproben zu entnehmen (Biopsie)
  • Narrow Band Imaging (NBI):
    Die so genannte Schmalband-Bildgebung ist ein optisches Verfahren zur besseren Darstellung von Blutgefäßen und Schleimhautstrukturen. Damit optimiert NBI die bildgebende Technik des eingesetzten Zytoskops (röhrenförmiges Instrument mit Lichtquelle und optischem System für die endoskopische Untersuchung der Harnwege und Harnblase)
  • Photodynamische Diagnostik (PDD):
    ergänzt die klassische Blasenspiegelung, dabei werden kleinste Tumoren der Harnblase mittels eines bestimmten Farbstoffs angefärbt und durch den Einsatz einer speziellen Lichtquelle sichtbar gemacht. Die Photodynamische Diagnostik ermöglicht eine vollständigere elektrische Abtragung von Harnblasentumoren, womit das Risiko für das Wiederauftreten eines erneuten Tumors deutlich gesenkt werden kann.

Bei Verdacht auf eine bösartige Erkrankung der Harnblase wird zuerst zur Sicherung der Diagnosen und vor allem zur Festlegung des Stadiums des Blasentumors eine TUR-Blase (der Tumor wird mit Hilfe eines Endoskops abgetragen und entfernt) durchgeführt. Es ist nicht wichtig, wie groß der Tumor in die Harnblase hineinwächst, sondern wie tief die Blasenwand infiltriert wird. Bei oberflächlichen Befunden (der Tumor wächst aus oberflächlichen Schichten hervor) ist uns die vollständige Entfernung (Resektion) der Tumoren wichtig. Je nach Tiefe der Blasenwandinfiltration und Anzahl der Tumoren wird entweder eine regelmäßige urologische Kontrolle (Blasenspiegelung in den ersten zwei Jahren alle zwei Monate, im dritten und vierten Jahr halbjährlich, ab dem fünften Jahr einmal jährlich) oder eine Nachresektion empfohlen. Bei tief wachsenden Tumoren, wenn bereits die Muskelschicht der Harnblase betroffen ist (klinisches Stadium pT2 oder mehr) wird eine radikale Entfernung der Harnblase empfohlen. Beim Mann wird im Rahmen einer radikalen Entfernung der Harnblase auch die Prostata mit entfernt, bei Frauen die Gebärmutter, je nach Alter evtl. auch die Eierstöcke.

keyboard_arrow_down

Bei Verdacht auf eine bösartige Erkrankung der Harnblase wird zuerst zur Sicherung der Diagnose und vor allem zur Festlegung des Stadiums des Blasentumors eine Transurethrale Resektion (TUR-Blase: der Tumor wird mit Hilfe eines Endoskops abgetragen und entfernt) durchgeführt.

keyboard_arrow_down

Bei tief wachsenden Tumoren, wenn bereits die Muskelschicht der Harnblase betroffen ist (klinisches Stadium pT2 oder mehr) oder bei lokal nicht beherrschbaren Tumoren wird die Entfernung der gesamten Harnblase empfohlen, die radikale Zystektomie. Beim Mann entfernt man Blase, Prostata, Samenblasen und Lymphknoten im kleinen Becken, bei der Frau werden die Blase, der Uterus, Vaginalwand und die Lymphknoten entfernt.

keyboard_arrow_down

Nach radikaler Entfernung der Harnblase wird in Abhängigkeit des lokalen Befundes und Tumorstadiums entweder die Indikation zur inkontinenten oder kontinenten Harnableitung gestellt. Zur Inkontinenten Harnableitungen gehören die Harnleiter-Haut-Fistel und das Ileum-Conduit. Die Harnleiter-Haut-Fistel ist eine einfache Harnableitung, welche ohne Darm konstruiert werden kann. Entscheidender Nachteil der Harnleiter-Haut-Fistel ist die häufige Notwendigkeit der dauerhaften Harnleiterschienenversorgung.

keyboard_arrow_down

Für das Conduit wird ein 10-15 cm langes Darmsegment verwendet, das auf der einen Seite die beiden Harnleiter aufnimmt. Die andere Seite wird aus der Bauchdecke in einer Öffnung (Stoma) ausgeleitet. Die Blutversorgung des Darmsegmentes bleibt erhalten. Man spricht von einem Ileum-Conduit, wenn Dünndarm (Ileum) verwendet wird. Der Urin fließt kontinuierlich von den beiden Harnleitern über das ausgeschaltete Darmsegment und das Stoma nach außen ab (künstlicher Ausgang).

keyboard_arrow_down

Dafür wird ein ca. 60 cm langes Stück Dünndarm operativ „ausgeschaltet“ und zu einer neuen Blase geformt. Die Harnleiter werden in die neue Blase implantiert und anschließend erfolgt der Anschluss an die Harnröhre mit dem Schließmuskel, so dass nach einer gewissen Zeit eine normale Miktion (Entleerung) über die Harnröhre vollzogen werden kann.

keyboard_arrow_down

Bei fortgeschritteneren Tumoren kann eine zusätzliche Chemotherapie vor oder nach der Operation in Erwägung gezogen werden, um den Behandlungserfolg zu verbessern und das Risiko für die Bildung weiterer Tochtergeschwulste zu verringern.

keyboard_arrow_down

unter Umständen in Verbindung mit einer Chemotherapie

Ansprechpartner

Karriere

Paracelsus: Ihr neuer Heimathafen!

Ob in guten oder herausfordernden Zeiten: Unsere Gesundheitsfamilie hält zusammen – und möchte sich weiter vergrößern. Bewerben Sie sich jetzt!