Studie: Schlafstörungen und MS

Die Multiple Sklerose ist eine chronische Entzündung des zentralen Nervensystems, deren Ursachen bis heute nicht genau bekannt sind. Man schätzt, dass in Deutschland etwa 120.000 Menschen von der Krankheit betroffen sind. Es handelt sich um die häufigste neurologische Erkrankung im jungen Erwachsenenalter, wobei etwas mehr Frauen als Männer von ihr betroffen sind.

Die häufig auftretende Schlafstörung und auch die Tagesmüdigkeit bei  MS kann die Bewältigung des Alltags stark einschränken. Schlafstörungen sind bei vielen Grunderkrankungen bekannt, aber bei der Multiplen Sklerose noch wenig systematisch  erforscht. Von der Schlafstörung abzugrenzen ist die enorme Ermüdbarkeit oder Fatigue über Tag. Ebenso von Bedeutung, aber von den Betroffenen selbst oft nicht wahrgenommen, kann eine weitere Störung des Nachtschlafs sein, ausgelöst durch die sogenannten ruhelosen Beine, dem Restless Legs Syndrom. Diese Erkrankung kommt bei MS-Patienten sehr viel häufiger vor im Vergleich zur Normalbevölkerung. Zur genaueren Klassifizierung einer Schlafstörung und vermehrten Tagesmüdigkeit bei Multipler Sklerose ist mitunter auch eine schlafdiagnostische Beobachtung im Interdisziplinären Schlaflabor (Polysomnographie) sinnvoll.

Neurologen der Hauptabteilung Neurologie der Paracelsus-Klinik Osnabrück arbeiten daran, durch spezielle Schlaflabordiagnostik und Therapie diese Symptomatik der Multiplen Sklerose noch besser zu untersuchen.

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Dr. med. Dipl. humbiol. Andrea Neundorf
Oberärztin
Fachärztin für Neurologie

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