Bösartige Schilddrüsenerkrankungen

Nach einer Operation aufgrund einer bösartigen Schilddrüsenerkrankung ist in der Regel eine anschließende Radio-Jod-Therapie (Ausnahme: Mikrokarzinome) und eine langfristige Nachsorge zur Kontrolle erforderlich.

  • Bitte bringen Sie zu Ihrem ambulanten Aufnahmetermin den Entlassungsbrief der Chirurgie, den OP-Bericht und den Pathologiebefund mit.
  • Zunächst führen wir mit Ihnen ein ausführliches Aufnahmegespräch, um die Therapie und das weitere Vorgehen zu besprechen. Bitte scheuen Sie sich nicht, Ihre Fragen und Bedenken zu äußern.

Stationäre Aufnahme

  • Je nach Absprache während des Aufnahmegesprächs sollten Sie zur Vorbereitung der Therapie die Schilddrüsenhormone für vier Wochen absetzen, da ein hoher TSH-Wert für eine gute Jodaufnahme erforderlich ist. Alternativ dazu kann ggf. eine TSH-Stimulation mit künstlichem TSH, das intramuskulär verabreicht wird, durchgeführt werden. Wir werden diese Alternativen mit Ihnen bei der ambulanten Vorstellung besprechen.
  • Bringen Sie zu Ihrem stationären Aufnahmetermin Ihre Medikamentenliste mit.
  • Falls vorhanden, benötigen wir ein EKG von Ihrem Hausarzt. Andernfalls machen wir am Aufnahmetag ein EKG in der Klinik.
  • Bitte frühstücken sie am Tag der Aufnahme reichlich. Die Jodkapsel wird am frühen Nachmittag verabreicht. Da Sie in den Stunden vorher und nachher nüchtern bleiben muss, werden Sie erst zur Abendbrotzeit wieder feste Nahrung zu sich nehmen.
  • Bringen Sie Kaugummi oder/und saure Bonbons mit. Das regt den Speichelfluss an und spült so das Jod aus den Speicheldrüsen.
  • Die Jodaufnahme über die Magenschleimhaut verläuft in der Regel ohne Probleme. Bei Magenbeschwerden bekommen Sie von uns Magenschutztabletten.
  • In Ausnahmefällen verspüren Patienten nach der Einnahme der Jodkapsel ein Druckgefühl am Hals. Durch Kühlung oder entzündungshemmende Mittel können wir diese Beschwerden aber lindern.
  • Sorgen Sie für Ihren mehrtägigen Aufenthalt bei uns in der Klinik für ausreichend Beschäftigung, denn Sie dürfen die Station nicht verlassen. Neben Büchern oder Handarbeiten ist auch eine Laptopmitnahme möglich. Ein Internetzugang ist ebenfalls vorhanden. Und keine Sorge: Alle Gegenstände können nach der Entlassung wieder mit nach Hause genommen werden. 
  • Vor Beginn der Therapie und bis zur stationären Kontrolle nach drei bis sechs Monaten reduzieren Sie bitte die Jodzufuhr über die Nahrung: Verzichten Sie auf Jodsalz, Seefisch, Algenprodukte und andere Nahrungsmittel aus dem Meer. 
  • Bei Ihrer Entlassung werden wir mit Ihnen die weiteren ambulanten und stationären Nachsorgetermine besprechen und reservieren.
  • Am Tag der Entlassung erhalten Sie von uns einen Kurzbrief mit weiteren Informationen, u.a. zur Medikamenteneinnahme und einem Zeitplan für die Laborkontrollen.