Gut- und bösartige Knochentumoren

Chondroblastom des Oberarmkopfes

Das Chondroblastom ist ein gutartiger Knorpeltumor, der meistens gelenknah wächst und Schmerzen bereitet. Auf Grund des lokal aggressiven Wachstums und der Beschwerden ist in der Regel eine operative Therapie erforderlich.

links: Röntgenaufnahme der linken Schulter. Ansicht von vorne.
Die Pfeile kennzeichnen die Lage des Tumors.
rechts: MRT-Aufnahme der linken Schulter.
Die Pfeile kennzeichnen die Lage des Tumors im Kopf des Oberarmes (sog. epiphysäre Lage).

Kartilaginäre Exostose (Osteochondrom)

Diese sog. "echten" Exostosen sind meist in der Nähe von Gelenken gelegen. Häufig führen diese Tumoren zu einer Beeinträchtigung von Muskeln, Sehnen und ggf. auch Nerven, so dass eine Entfernung notwendig sein kann.

Meist liegt im Körper nur eine Exostose vor, deren Wachstum mit dem Abschluss des Körperwachstums stoppt.

Es besteht ein geringes Risiko, dass Exostosen im Verlauf in einen bösartigen Tumor umschlagen können. Seltener ist eine Variante, bei der viele Exostosen bestehen. Diese sog. multiple kartilaginäre Exostosenerkrankung ist vererblich und geht mit einem höheren Entartungsrisiko einher.

Voroperative bildgebende Diagnostik
links: Röntgenbild Oberschenkel, Ansicht von seitlich
rechts: Röntgenbild Oberschenkel, Ansicht von vorne
MRT-Bild des Oberschenkelknochens im Querschnitt mit Darstellung der Exostose (Pfeile). Hier zeigt sich deutlich der raumfordernde Effekt des Tumors. Das MRT ist hilfreich zur Planung der Entfernung des Tumors und zur Beurteilung der potentiellen Entartung.
Postoperatives Röntgenbild
Intraoperative Aufnahme des Oberschenkelknochens,
Ansicht von vorne.
Man erkennt deutlich, dass die Exostose entfernt ist.