Bertrand Evertz, neuer ärztlicher Leiter der Paracelsus Berghofklinik und Paracelsus Wittekindklinik
28. Juli 2022

Bertrand Evertz ist neuer ärztlicher Direktor der Paracelsus Berghofklinik und Paracelsus Wittekindklinik

Zum 1. Juli 2022 fand in der Paracelsus Wittekindklinik und Paracelsus Berghofklinik Bad Essen ein Führungswechsel in der ärztlichen Leitung statt.

Bad Essen, 28.07.2022. Mit Bertrand Evertz haben die Paracelsus Wittekindklinik und die Paracelsus Berghofklinik in Bad Essen zum 1. Juli 2022 einen neuen ärztlichen Direktor bekommen. Zuvor war er bereits zwei Jahre als leitender Oberarzt für beide Kliniken tätig und ist somit bestens mit allen Mitarbeiterteams und Abläufen der Kliniken vertraut. Der bisherige ärztliche Direktor Dr. med. Peter Subkowski verabschiedet sich nach fast 30-jähriger Tätigkeit für die Bad Essener Paracelsus Kliniken in seinen wohlverdienten Ruhestand.

Gebürtiger Kalifornier mit langjähriger fachärztlicher Expertise

Evertz ist als Kind deutscher Auswanderer in Kalifornien geboren und kehrte im Grundschulalter mit der Familie nach Deutschland zurück. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und führt daneben die Zusatzbezeichnung Suchtmedizinische Grundversorgung. Sein Medizinstudium absolvierte Evertz in München. Darauf folgten sein AiP und seine Weiterbildungszeit in der Ostschweiz in der Klinik St. Pirminsberg im Kanton St. Gallen und in der Klinik Beverin im Kanton Graubünden. Bereits in seiner Funktion als Stationsarzt einer psychiatrischen Therapiestation für Alkoholabhängige erfolgten die ersten Berührungspunkte mit dem Fachbereich Suchtmedizin. In der darauffolgenden Oberarztstelle konzipierte, eröffnete und leitete Evertz für zwei Jahre die allererste qualifizierte Drogenentgiftung in der deutschsprachigen Schweiz, ehe aus familiären Gründen der Wechsel zurück nach Deutschland erfolgte. Berufliche Stationen als ärztlicher Psychotherapeut für Einzel- und Gruppentherapie in einer Psychosomatik und die Vertiefung der suchtmedizinischen Erfahrungen unter anderem im Bereich Alkoholentgiftung oder als Leiter einer Suchtambulanz einschließlich Substitutionsbehandlung schlossen sich an. Vor dem Wechsel zu Paracelsus arbeitete er die letzten zwanzig Jahre in leitender Funktion im Bereich der Suchtrehabilitation in verschiedenen Kliniken in Nordrhein-Westfalen.

Bedürfnisse der Patienten im Blick

„Nach meiner letzten Chefarztstelle wollte ich meinen persönlichen Fokus wieder mehr auf die psychotherapeutische Arbeit legen und war und bin bis heute von dem analytisch-tiefenpsychologischen Behandlungskonzept sowie der Umsetzung hier vor Ort in der Paracelsus Wittekindklinik und Paracelsus Berghofklinik begeistert “, begründet Evertz seine Entscheidung für den Wechsel zu Paracelsus vor knapp zwei Jahren. In seiner neuen Funktion freue er sich besonders darauf, gemeinsam mit den bestehenden Klinikteams diese Konzepte zu bewahren und die ausgesprochen gute Zusammenarbeit in und mit den Teams weiter vertiefen zu dürfen. Daneben stünden für ihn derzeit insbesondere auch die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten im Fokus, trotz und gerade wegen weiterhin bestehender und notwendiger Coronamaßnahmen. Trotz guter Hygienekonzepte haben die Coronamaßnahmen im Allgemeinen, aber besonders die notwendigen Quarantänemaßnahmen bei Infektions- und Kontaktfällen in der Berghofklinik zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt, so Evertz. Dies spiegele sich auch in den gestiegenen Rückfall- und Abbruchquoten wider.

Fachkräftegewinnung im Fokus

„Klinikübergreifend sehe ich die Nachbesetzung der Stellen in allen Bereichen von der Pflege über die Therapie bis zum ärztlichen Team derzeit als ein weiteres besonders dringliches Thema dieser Stunde. Der Fachkräftemangel ist überall spürbar und wird uns weiterhin beschäftigen“, blickt er in die kommenden Monate. Zudem gehe es aus seiner Sicht mittelfristig vor allem darum, die wirklich gute Behandlungsqualität der Kliniken nicht nur zu bewahren und schrittweise weiter zu verbessern, sondern darum, das besondere Therapieangebot nach außen gegenüber Patienten, Netzwerkpartner sowie Leistungsträgern wie Rentenversicherungen und Krankenkassen gleichermaßen transparent zu machen.

Kontinuität und Weiterentwicklung

Christoph Skalischus, kommissarischer Klinikmanager Paracelsus Kliniken Bad Essen, freut sich über den nahtlosen Übergang der neuen ärztlichen Führung für beide Kliniken und auf die zukünftige Zusammenarbeit. „Dass wir mit Herrn Evertz als ärztlichen Direktor der Paracelsus Wittekindklinik und Paracelsus Berghofklinik einen ausgewiesenen Experten im Bereich der Rehabilitation gewinnen konnten, freut uns sehr. Er bringt eine hohe fachärztliche Kompetenz mit, sodass wir weiterhin Rehabilitationsmaßnahmen auf hohem Niveau im Bereich Sucht und Psychosomatik an unserem Standort Bad Essen anbieten und weiter ausbauen können. Als zuvor leitender Oberarzt ist er bestens mit den Abläufen und Strukturen der Kliniken bekannt, sodass wir mit Kontinuität und Stabilität die Geschicke der Kliniken weiter voranbringen und neue Impulse setzen können.“