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20. April 2020

Erstes digitales Röntgengerät auf Helgoland in Betrieb

Paracelsus-Nordseeklinik bekommt neue Ausstattung von Philips im Wert von 120.000 Euro / Vorteile für Bewohner und Touristen auf Deutschlands einziger Hochseeinsel

Einen technischen Innovationssprung konnte jetzt die Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland für sich verbuchen. Anfang März nahm das einzige Krankenhaus auf Deutschlands entlegener Hochseeinsel ein neues digitales Röntgengerät von Philips in Betrieb. Es löst die analoge Technik in der Klinik ab. „Wir haben bisher konventionell mit Film gearbeitet”, erklärt Dr. med Holger Uhlig, Chefarzt der Klinik. „Die neue digitale Technik, die jetzt zur Verfügung steht, ist für uns und unsere Patienten ein großer Vorteil. Wir haben ein schnelleres und genaueres Bild, können durch digitale Nachbearbeitung Details für noch präzisere Diagnosen herausarbeiten und Fachärzten auf dem Festland die Bilddaten sogar per E-Mail zur Verfügung stellen.” Patienten der Klinik, die auf Helgoland überwiegend wegen Verletzungen behandelt werden, haben jetzt die Möglichkeit, Röntgenbilder als Kopie auf einer DVD mit aufs Festland zu nehmen und in der Paracelsus-Klinik spart man Platz beim vorgeschriebenen Archivieren der Bilder, das für rund 30 Jahre vorgeschrieben ist.

Aufbau durch Sturm verzögert

Das rund 120.000 € teure Gerät wurde mit Finanzierung durch Fördermittel des Landes Schleswig-Holstein angeschafft und traf bereits im Januar auf der Insel ein. Wegen schlechten Wetters konnten die Monteure jedoch erst mit Verspätung auf die Insel übersetzen und das Röntgengerät Mitte Februar aufbauen. Nach der Abnahme durch den TÜV ist es nun zum Betrieb freigegeben. In der Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland finden neben den rund 1.500 Inselbewohnern jährlich 400.000 Urlaubs-, Kur- und Tagesgäste, die die Insel besuchen, eine kompetente medizinische Versorgung in den Bereichen Inneren Medizin, Chirurgie sowie Unfallchirurgie. Die Klinik ist im Rahmen der begrenzten Regelversorgung fester Bestandteil der Krankenhausplanung in Schleswig-Holstein und auch zuständig für die Erstversorgung bei medizinischen Notfällen.