30. Mai 2022

Gründe, um mit dem Rauchen aufzuhören

Rauchen ist und bleibt Gesundheitsrisiko Nr.1. Daher schließt sich die Paracelsus Harzklinik der Aussage an: „Save (y)our Future“.

In Deutschland rauchen fast ein Viertel der Erwachsenen und etwa sechs Prozent der Jugendlichen Tabakprodukte. Über 120.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen ihres Tabakkonsums. Dabei zählt Rauchen zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken – wenn nicht sogar, als das größte vermeidbare Risiko, welches wir selbst in der Hand haben. Infolgedessen lautet das Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertages: „Save (y)our Future“ mit dem Appell „Lebe rauchfrei“ (#LebeRauchfrei).

Tabakprodukte schädigen vom Anbau bis zum Abfall die Umwelt und das Klima. Hinzukommt, dass Rauchen bei den Konsumenten Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen verursachen kann und massiv die Lunge und Atemwege schädigt. Die Paracelsus Harzklinik in Bad Suderode, welche auf ein breites Indikationsspektrum in den Bereichen Kardiologie, Diabetologie, Onkologie sowie Pneumologie spezialisiert ist, schließt sich daher dem anfangs beschriebenen eindringlichen Aufruf an und möchte dabei die individuelle sowie die kollektive Gesundheit in den Blick rücken. „Mit Tabakprodukte schädigen vom Anbau bis zum Abfall die Umwelt und das Klima. Hinzukommt, dass Rauchen bei den Konsumenten Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen verursachen kann und massiv die Lunge und Atemwege schädigt. Die Paracelsus Harzklinik in Bad Suderode, welche auf ein breites Indikationsspektrum in den Bereichen Kardiologie, Diabetologie, Onkologie sowie Pneumologie spezialisiert ist, schließt sich daher dem anfangs beschriebenen eindringlichen Aufruf an und möchte dabei die individuelle sowie die kollektive Gesundheit in den Blick rücken. „Mit einem rauchfreien Leben schützt man sich selbst und die Umwelt, was der Gesundheit gleich doppelt zugutekommt“, so Prof. Axel Schlitt, leitender Chefarzt an der Paracelsus Harzklinik Bad Suderode und Chefarzt für Kardiologie und Diabetologie.

Rauchen belastet die Atemwege und die Lunge

Tabakkonsum hat vielfältige gesundheitliche Auswirkungen – hierzu gehören vor allem Krebserkrankungen, Erkrankungen der Atemwege und der Lunge sowie des Herz-Kreislaufsystems. Durch das Rauchen verschlechtert sich massiv die Lungenfunktion und eine bronchiale Überempfindlichkeit entsteht. Eine Folge ist zum Beispiel das bekannte „Raucherhusten“. „Zu möglichen Erkrankungen infolge des Rauchens gehören vor allem akute und chronische Erkrankungen der Atemwege, besonders Bronchitis und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sowie das Lungenkarzinom. Neun von zehn COPD-Erkrankungen können auf Tabakkonsum zurückgeführt werden“, erklärt Dr. med. Stefan Schwarz, Chefarzt für Pneumologie. Und ergänzt: „Erste Symptome, wie Atemnot, Husten und Auswurf (sogenannte AHA) werden oft von den Patienten nicht ernst genommen, obwohl das Lungengewebe schon stark geschädigt ist. Um das Risiko einer Atemwegserkrankung zu senken, ist ein Rauchstopp immer richtig.“

Rauchen schwächt das Herz

Besonders der Tabakrauch ist schädlich für das Herz und die Gefäße. Im Tabakrauch sind über 4.000 Substanzen. Viele davon sind giftig oder krebserregend. „Sie können eine Entzündung der Gefäßwände, Veränderung der Fließeigenschaften des Blutes und eine vermehrte Steifheit der Gefäßwände bewirken“, beschreibt Prof. Axel Schlitt die Folgen. „Durch Verengungen der Herzkranzgefäße und die Unterversorgung der Herzmuskelzellen mit Sauerstoff, können schmerzhafte Druckgefühle im Brustbereich entstehen, bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall“. Die negativen Auswirkungen des Rauchens werden noch verstärkt, wenn weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen, wie Diabetes.

Rauchen fördert Lungenkrebs

Trotz zurückgehender Raucherzahlen steigt die Tumorquote. Über 55.000 Menschen erkranken laut dem Robert Koch-Institut jährlich in Deutschland an Lungenkrebs, dem sogenannten Bronchialkarzinom oder Lungenkarzinom. Dabei lassen sich bei Männern vermutlich neun von zehn, bei Frauen mindestens sechs von zehn Lungenkrebserkrankungen auf das aktive Rauchen zurückzuführen. Damit ist Rauchen in Deutschland die führende Krebstodesursache und die 3. häufigste Todesursache nach Herz- Kreislauferkrankungen. Ein besonders hohes Risiko für Lungenkrebs besteht, wenn man sehr früh, also im Alter von unter 18 Jahren mit dem Rauchen beginnt. „Die Gefahr steigt potenziell. Je öfter und länger man raucht, desto größer ist die Gefahr, dass man ein Lungenkarzinom bekommen kann. Eine zusätzliche (berufliche) Schadstoffexposition multipliziert das Lungenkrebsrisiko. Der Körper vergisst leider nie. Auch das Weiterrauchen nach der Diagnose von Lungenkrebs erhöht das Risiko für Rezidive. Wer mit dem Rauchen aufhört oder Nichtraucher ist, verträgt eine Krebstherapie langfristig meist besser“, kennzeichnet Steffen Lange, Chefarzt für Onkologie.

Die gute Nachricht: Nach einem Rauchstopp kann sich die Lunge wieder erholen und die Lungenfunktion verbessert sich nach kurzer Zeit. Alle Chefärzte der Harzklinik sind sich einig und möchten motivieren mit dem Rauchen aufzuhören. Ein Tabak- und Rauchverzicht lohne sich immer – selbst für starke Raucher. Daher bietet die Klinik währende der Rehamaßnahme aller Indikationen freiwillige Rauch- und Tabakentwöhnungs-Seminare an. Wo eignet sich eine Entwöhnung besser, als unter Aufsicht spezieller Experten.

Weniger Tabakkonsum hilft der Umwelt und unserem Planeten

Wenn man genau hinschaut, dann findet man sie überall. Zigarettenkippen gehören mit fast 5 Billionen weltweit zu den häufigsten Müllobjekten in Städten, Stränden und der freien Natur. Eine Zigarette ist schnell geraucht und achtlos weggeworfen. Doch nur die Wenigsten wissen, dass der Abbau einer Zigarettenkippe auf Kosten der Umwelt bis zu mehreren Jahren kosten kann. Zahlreiche Schadstoffe und krebserregende Substanzen gelangen beim Abbau in die Luft, den Boden und Gewässer. Der diesjährige Weltnichtrauchertag soll die Öffentlichkeit für die Umweltauswirkungen des Tabaks sensibilisieren. „Ein Grund mehr, mit dem Rauchen aufzuhören beziehungsweise gar nicht erst zu beginnen“, pflichtet Prof. Axel Schlitt bei. Der Weltnichtrauchertag wurde vor 35 Jahren von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerufen und wird jährlich am 31. Mai von der Deutschen Krebshilfe und dem Aktionsbündnis Nichtrauchen e. V. unterstützt.