27. Januar 2020

Häufige Fragen zur Anästhesie

Gerade wenn Sie noch keine OP erlebt haben, kann das Thema Anästhesie und Narkose verwirrend oder respekteinflößend sein. Deshalb haben wir Ihnen hier einmal die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst.

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  1. Die Lokalanästhesie lässt nur einen kleinen Körperbereich empfindungslos werden.
  2. Die Regionalanästhesie erstreckt sich über einen größeren Körperabschnitt.
  3. Die Allgemeinanästhesie, auch Narkose genannt, versetzt Sie in einen schlafähnlichen Zustand.

Regionalanästhesie

  • Armplexus-Anästhesie: schmerzfrei in einem Arm bzw. einer Schulter
  • Blockade einzelner Nerven: schmerzfrei im Arm oder im Bein
  • Intravenöse Regionalanästhesie: schmerzfrei an der Hand und im Unterarm bzw. am Fuß und im Unterschenkel

Regionalanästhesie in der Nähe des Rückenmarks

  • Peridural-Anästhesie: schmerzfrei im Bauch, im Becken, im Unterleib und in den Beinen
  • Spinal-Anästhesie: schmerzfrei unterhalb des Nabels

Allgemeinanästhesie

  • Narkose: schmerzfrei im ganzen Körper. Sie befinden sich in einem schlafähnlichen Zustand.

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Sie sprechen mit einem Arzt oder einer Ärztin des Fachbereichs Anästhesie. Wir klären Sie über die verschiedenen Methoden auf und legen das Narkoseverfahren je nach OP und Begleiterkrankungen fest.

  1. Nach Ihrer Ankunft im OP legen wir eine Infusion und geben Ihnen über diese Infusion ein vorbereitendes Medikament.
  2. Wir schließen Sie an die Überwachungsinstrumente an. Über einen Venentropf erhalten Sie ein Narkosemedikament, innerhalb weniger Augenblicke schlafen Sie ein. Je nach Operation halten wir die Narkose durch die weitere Gabe von starken Schmerzmitteln, muskelentspannenden Medikamenten und/oder Narkosegasen aufrecht.
  3. Sobald die Narkose ausreichend tief ist, beatmen wir Sie entweder über eine Maske, eine Kehlkopfmaske oder einen Tubus.
  4. Während des operativen Eingriffs ist immer ein Anästhesiearzt oder eine Anästhesieärztin an Ihrer Seite. Wir überwachen die Herztätigkeit, den Kreislauf, die Beatmung, die Sauerstoffsättigung im Blut und die Narkosetiefe. Auf Veränderungen können wir jederzeit reagieren, sodass wir Ihre Sicherheit während der Narkose gewährleisten können.
  5. Wir steuern die Narkose so, dass Sie bereits kurz nach OP-Ende wieder aufwachen.

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Wir prüfen fortwährend, wie tief die Narkose ist. Falls sich die Werte ändern sollten, regulieren wir sofort die Dosis der Medikamente. Die Gefahr, dass ein Patient sich an  Vorgänge während der Narkose erinnert oder sogar wach wird, ist daher äußerst gering.

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Beim Auftreten von Komplikationen während der Narkose spielen die Begleiterkrankungen und die Schwere des operativen Eingriffes eine große Rolle. Dieses Risiko ist heute selbst bei sehr alten und kranken Patienten aufgrund der guten Überwachungs- und Therapiemöglichkeiten sehr klein.

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Die Schmerzen lassen sich heutzutage auf ein erträgliches Maß begrenzen: Da wir den Bedarf der voraussichtlich notwendigen Schmerzmittel für die Zeit nach der Narkose abschätzen können, erhalten Sie schon während des Eingriffs eine entsprechende Menge an Schmerzmitteln. Bei Bedarf werden spezielle schmerztherapeutische Maßnahmen durchgeführt wie zusätzliche Regionalanästhesie, Einsatz von Schmerzmittelpumpen etc.

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Nichts, weil grundsätzlich alle Patienten mit einer Teilnarkose eine Sedierung bekommen. Das heißt: Sie schlummern leicht. Nur auf Wunsch der Patienten können sie ganz wach bleiben. Wenn Sie sich ablenken möchten, können Sie über Kopfhörer Musik hören.

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Bleibende Nervenschäden sind heutzutage extrem selten, weil die Anlagetechnik und die Materialien heute sehr gewebeschonend sind.