13. September 2022

Hubschrauber-Notärztin landet in Henstedt-Ulzburg

Neue ärztliche Leiterin der Zentralen Notaufnahme beginnt am 1. September ihren Dienst an der Paracelsus-Klinik / Dr. Amrei Heining ist erfahrene Unfallchirurgin mit Herz für den Norden

Wenn Sie sich mit etwas auskennt, dann sind es Notfälle: Seit neun Jahren ist Dr. Amrei Heining zu Lande, zu Wasser und in der Luft als Notfallmedizinerin und Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie im Einsatz. Jetzt tritt die 35-Jährige zum 1. September ihren Dienst als ärztliche Leiterin der Zentralen Notaufnahme an der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg an. „Ich freue mich sehr auf meine neue Stelle“, erklärt die Medizinerin, die in ihrer bisherigen Position Oberärztin der Zentralen Notaufnahme der Schön Klinik in Hamburg-Eilbek war. „Die Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg ist genau der Wirkungskreis, den ich mir immer gewünscht habe. Es gibt hier ein tolles, familiäres Team mit sehr kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und man kennt seine Patienten noch persönlich. Mein Ziel ist es, den Menschen in der Region eine zuverlässige medizinische Versorgung für den Notfall anbieten zu können – fachlich und menschlich zugleich.” Klinikmanager Sebastian Margaschewski teilt die Begeisterung von Dr. Heining: „Es ist ein echter Glücksgriff, dass wir bei der sehr schwierigen Situation im medizinischen Fachkräftemarkt eine so passgenaue Besetzung für diese Stelle gefunden haben. Schließlich kann Frau Dr. Heining sogar einige Jahre als Notärztin direkt im Kreis Segeberg aufweisen und kennt von daher unsere Klinik schon. Umso mehr freut es mich, dass wir Frau Dr Heining von unserem Konzept überzeugen konnten und sie zu uns nach Henstedt-Ulzburg kommt.”

Ein Herz für den Norden

Dr. Heining bringt für ihre neue Position viel medizinische Erfahrung mit. Die gebürtige Bonnerin studierte nach ihrem Abitur Humanmedizin an der dortigen Universität und promovierte 2015. Schon direkt nach dem Studium zog es die damals 25-Jährige aus Leidenschaft für den Norden nach Hamburg, wo sie zunächst am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in der Unfallchirurgie arbeitete. Später wechselte sie ans Regio Klinikum Pinneberg, ebenfalls in die dortige Unfallchirurgie. Für einen Zeitraum von fast vier Jahren war sie anschließend am Asklepios Klinikum Nord – Heidberg, wo sie auch ihre Ausbildung als Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie absolvierte – unterbrochen von einem neunmonatigen wissenschaftlichen Einsatz am Institut für Rettungs- und Notfallmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel. In den vergangenen zweieinhalb Jahren arbeitete sie schließlich als Oberärztin in der interdisziplinären Notaufnahme am Universitätskrankenhaus Schleswig-Holstein in Lübeck und in ihrer vorerst letzten Position in der zentralen Notaufnahme der Schön Klinik in Hamburg-Eilbek. Freiberuflich war sie in dieser Zeit zweieinhalb Jahre lang auch als Notärztin der Luftrettung Rostock mit dem Notarzteinsatzhubschrauber (NEH) im Einsatz.

Leidenschaft für Sprachen und Reisen

Was Doktor Heining In ihrer Arbeit immer wieder zugutekommt, sind ihre außergewöhnlichen Sprach- und Kulturkenntnisse. Denn in ihrem Urlaub reist sie gern, lernt neue Länder und Sprachen kennen. Neben Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch, kann sie in Grundlagen auch Spanisch und Khmer. Letzteres lernte sie bei einem praktischen Jahr in Phnom Penh in Kambodscha. Dazu kommen Arbeits- und Studienaufenthalte in New Orleans (USA), sowie Sienna, Bari und Venedig (mit Einsatz als Notarztpraktikantin im Rettungsboot) in Italien. „Mein Mann und ich reisen einfach sehr gern”, erklärt die weltgewandte Ärztin, die an dieser Stelle Hobby und Berufs miteinander verbinden kann. „Am schönsten finde ich es, wenn ich mich mit meinem Patienten in deren Muttersprache unterhalten kann. Denn dann kann ich ihre Anliegen noch viel besser verstehen. Aber auch wenn ich die Sprache des Patienten nicht sprechen sollte, helfen mir die doch die nonverbalen interkulturellen Kompetenzen in der Kommunikation mit Patienten und Mitarbeiter.“