4. Juli 2022

Patienten mit Diabetes in den besten Händen

Die Paracelsus Klinik Schöneck bietet für stationäre Patienten mit Diabetes mellitus eine Diabetesberatung.

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung und gilt als eine der großen Volkskrankheiten. Die beiden wichtigsten Formen sind der Typ-1- und der Typ-2-Diabetes. Laut eines aktuellen Berichtes der Deutschen Diabetes Gesellschaft sind in Deutschland vermutlich ca. 8,5 Millionen Menschen von der chronischen Stoffwechselkrankheit betroffen. Innerhalb eines Jahres erkranken 12 von 1000 Menschen neu an Diabetes, das sind mehr als 600.000 Neuerkrankungen jährlich bzw. 1600 Neuerkrankungen pro Tag.

Diabetestypen

Typ-1-Diabetes beginnt meist schon im Kindes- oder Jugendalter. Hierbei produziert der Körper kein körpereigenes Hormon Insulin mehr, hier ist nur eine Therapie mit Insulin möglich. Dem Typ-2-Diabetes liegt eine Resistenz zugrunde, der Blutzuckerspiegel steigt an, das bedeutet, dass die Körperzellen immer weniger auf Insulin ansprechen, bis sie schließlich resistent sind.

Verschiedene Faktoren erhöhen das Risiko für Typ-2-Diabetes. Die Körperzellen reagieren dabei nicht mehr richtig auf das Hormon Insulin. Der Blutzuckerspiegel steigt. Typ-2-Diabetes tritt am häufigsten auf.

Beratung für Patienten

Um diesem Fakt besser gerecht zu werden, gibt es in der Paracelsus Klinik Schöneck als Unterstützung des klinischen Bereichs eine Diabetesberatung für stationäre Patienten. Die Beratung wird durch eine speziell ausgebildete Diabetesassistentin DDG durchgeführt. Unabhängig auf welcher Station die Patienten liegen, die Diabetesassistentin DDG Sabine Lull führt Beratungen, Schulungen und Neueinstellungen der Patienten mit neu entdecktem oder entgleistem Diabetes durch. Sie übernimmt täglich als Diabetesassistentin DDG eine der notwendigen und vom Arzt angeordneten Blutzuckermessungen aller stationären Patienten mit Diabetes mellitus. Sie erkennt anhand der Blutzuckerprofile bzw. der auftretenden Unsicherheiten oder Fragen der Patienten, den Bedarf an einer Beratung hinsichtlich des Umgangs mit der Erkrankung.

„Nur wer die Krankheit versteht, kann etwas für den Schutz der Gesundheit tun. Es ist wichtig, dass der Patient genau `eingestellt` ist. Unter- oder Überzuckerung kann zu Folgeschäden führen und das Entstehen von Begleiterkrankungen begünstigen,“ erklärt Sabine Lull.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Pflegepersonal, Ärzten, Sozialdienst und der Diabetesassistentin wird dabei großgeschrieben. Wird bei einem Patienten Diabetes mellitus diagnostiziert, ohne dass dieser vorher bekannt gewesen ist, führt Schwester Sabine eine ausführliche Beratung nach Arztanordnung entsprechend der vorgesehen Therapie durch. Bei Bedarf kann der Sozialdienst unserer Klinik hinzugezogen werden u.a. für die Verordnung von Leistungen.

Risikofaktoren für Diabetes Typ II

  • erbliche Veranlagung
  • ungesunde Ernährung
  • Übergewicht – Fett im Bauchbereich
  • mangelnde Bewegung
  • Rauchen, Stress und Schlafmangel

Tipps zur Vorbeugung

  • ausgewogene Ernährung à verwenden sie frische Lebensmittel vor allem viel Obst und Gemüse und verzichten auf Fertigprodukte und Fastfood
  • regelmäßige und fettarme Mahlzeiten
  • regelmäßige Bewegung 30-60 Minuten täglich
  • Übergewicht vermeiden bzw. reduzieren
  • verzichten sie auf Rauchen und Alkohol