4. Mai 2022

Proktologie-Erkrankungen des Enddarms

Enddarmerkrankungen kommen sehr häufig vor. Dennoch zählen sie zu den Leiden, über die aus Scham am wenigsten gesprochen wird. Es handelt sich hierbei um Erkrankungen am Übergang vom Enddarm zum After.

In der Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg verfügen versierte Experten über eine langjährige Erfahrung und Expertise in schonenden OP-Verfahren.

Am häufigsten sind Hämorrhoiden, Analfisteln (Gangbildungen meist im Rahmen von Entzündungen), Schleimhauteinrisse (Analfissuren), Ansammlungen von Eiter (Abszesse) oder oberflächliche Hautreizungen (Analekzeme). Seltener treten bösartige Erkrankungen in diesem Bereich wie Analpapillome oder Analkarzinome auf.

Enddarmerkrankungen haben vielfältige Ursachen und uncharakteristische Symptome wie Nässen, Jucken und Brennen des Afters. Ein schwaches Bindegewebe oder eine erworbene Schädigung des Beckenbodens zählen zu den häufigsten Ursachen für Erkrankungen im Enddarmbereich.

Viele Leiden können heute mit schonenden Verfahren geheilt oder gelindert werden. Eine operative Behandlung erfolgt zumeist dann, wenn konservative Methoden keine Linderung versprechen. Dies trifft insbesondere auf Hämorrhoiden und Analfissuren zu, aber auch Tumore im Enddarm müssen operativ behandelt werden. Mittels Spezialverfahren können auch schwerwiegende Erkrankungen in der Analgegend behandelt werden. Bei Fistelleiden, Schließmuskelschwäche und Darmentleerungsstörungen führt die Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg auch komplexe Rekonstruktionen durch.

Je früher mit der Behandlung einer Enddarmerkrankung begonnen wird, desto größer sind in der Regel die Heilungsaussichten. Erfahren Sie mehr zum Thema Proktologie

Hämorrhoidalleiden

Vergrößerte Hämorrhoiden entstehen am Übergang des Enddarms zum After. Dort befindet sich bei jedem Menschen ein gut durchblutetes ringförmiges Gewebepolster, das Hämorrhoidal-Geflecht. Es erfüllt eine wichtige Aufgabe: Es dichtet den Darm sicher nach außen ab und unterstützt, den Darminhalt erfolgreich zurückzuhalten. Erweitern sich die Blutgefäße, beispielsweise durch zu starkes Pressen beim Stuhlgang bei chronischer Verstopfung, Schwangerschaft oder eine anlagebedingte Bindegewebsschwäche, vergrößert sich das Polster knotenartig. Hämorrhoidalleiden sind häufig Juckreiz, Blutungen, Nässen oder Druckgefühl am After verbunden.

Nur leicht vergrößerte Hämorrhoiden können in der Regel konservativ, das heißt ohne eine Operation, mit Salben und Zäpfchen oder durch eine Sklerosierung, die gezielte Verödung von Gewebe, behandelt werden.

Bei stark vergrößerten und hervorgetretenen Hämorrhoiden hilft meist nur eine Operation. Die Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg setzt schonende Operationsverfahren ein, die mit kleinstmöglichem Zugangsweg erfolgen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. So kommen neben konventionellen Hämorrhoiden-Operationen beispielsweise auch minimal-invasive Methoden wie die Stapler-Hämorrhoidopexie zur Anwendung. Bei dieser Methode werden die Hämorrhoiden mit einem speziellen Instrument, einem Klammernahtgerät, entfernt und die Wundränder geklammert. Die Vorteile für den Patienten: eine kurze Operationsdauer, weniger Schmerzen und eine schnelle Heilung.

Abzesse und Fisteln

Bei einem Abszess handelt es sich um eine schmerzhafte, entzündliche Eiteransammlung am After. Häufig entsteht aus einem Analabszess eine Analfistel, eine Verbindung unnatürlicher Art der Abszesse zum Enddarm. Und zwar dann, wenn der Druck durch den Eiter so groß wird, dass er sich einen Weg nach außen sucht.

Typische Symptome sind Schmerzen am After, gegebenenfalls verbunden mit eitrigem Ausfluss, Abszessbildung und Fieber.

Bei großen Analabszessen, die mit schweren Symptomen einhergehen, ist meist ein operativer Eingriff notwendig. Durch die chirurgische Eröffnung des Abszesses kann eine unverzügliche Entlastung herbeigeführt werden. Bereits bei der Durchtrennung der Oberhaut sowie des darunter befindlichen Gewebes kann ein Großteil des eitrigen Sekrets abfließen. Der restliche Eiter wird im Anschluss über eine Drainage abgeleitet, das entzündete Gewebe wird entfernt. Wenn möglich wird nach einer Fistel mit Mündung in den Analkanal gesucht. Die Wunde heilt unter offener Wundbehandlung in der Regel innerhalb weniger Wochen komplett ab.