3. März 2020

Wenn der Dienst krank macht

Fachtagung beleuchtet innovatives Behandlungskonzept für Einsatzkräfte in der Paracelsus-Berghofklinik und Paracelsus-Wittekindklinik Bad Essen

Bad Essen (Schw) 03.03.2020. Rund 60 Teilnehmern verzeichnete die Einsatzkräftetagung am vergangenen Mittwoch, 26. Februar 2020, auf der sich Vertreter von Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr mit dem Therapieteam der Kliniken in Bad Essen über spezifische Behandlungsmöglichkeiten für Einsatzkräfte austauschten, die aufgrund ihres Berufes erkranken.

Seit mehr als zehn Jahren bieten die Paracelsus-Kliniken in Bad Essen ein spezifisches Behandlungskonzept für Einsatzkräfte. Sowohl Einsatzkräfte mit einer Suchtproblematik als auch mit einer psychosomatischen Erkrankung können auf ein gezieltes Behandlungskonzept in Bad Essen zurückgreifen. Das Therapiekonzept ist bereits 2007 in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit Polizeiärzten sowie Sucht- und Sozialberatern der Polizei entstanden.

Bedeutender Bestandteil des Konzeptes ist die besondere Berücksichtigung der beruflichen Situation von Einsatzkräften der Polizei, der Bundes- sowie der Feuerwehr. „Der spezifische Therapierahmen ermöglicht es uns, Einblicke in den Alltag von Einsatzkräften zu bekommen, aber auch die Bedeutung von beruflichen Belastungen bei der Entstehung von psychosomatischen Erkrankungen und Süchten zu erfassen“, sagt Dr. Peter Subkowski, Ärztlicher Direktor der Paracelsus-Berghofklinik und Paracelsus-Wittekindklinik. Seit Einführung der Konzepte wurden in Bad Essen über 500 Einsatzkräfte in beiden Reha-Kliniken erfolgreich behandelt.

Im Rahmen der Einsatzkräftetagung in den Paracelsus-Kliniken Bad Essen lag der Fokus auf einer Bestandsaufnahme in der Behandlung von Einsatzkräften. Neben Sucht- und Sozialberatern der Polizei konnten Polizeiärzte verschiedener Polizeidirektionen, Sozialdienste der Bundeswehr, Mitarbeiter regionaler Beratungsstellen der Polizei sowie Mitarbeiter von Berufsfeuerwehren begrüßt werden. Die Tagung thematisierte die aktuellen Therapiemöglichkeiten in den Paracelsus-Kliniken Bad Essen, aber auch die Vorstellung von Einsatzkräften im Therapieprozess anhand von Fallvignetten aus der psychosomatischen Wittekindklinik. Ergänzt wurde die Kliniksicht durch die polizeiärztliche Perspektive auf das Behandlungskonzept, um die Bedeutung aber auch die Potenziale zu beleuchten.

Anhand eines „Wunschzettels“ seitens des polizeiärztlichen Dienstes ging es nachmittags in ein gemeinsames Forum, um Anregungen und Wünsche zum Therapiekonzept im direkten Austausch mit den Teilnehmern zu diskutieren. In einem anregenden Austausch konnten verschiedene Punkte aufgegriffen werden, die im nächsten Schritt intern in den Kliniken in den kommenden Wochen weiterentwickelt werden müssen, beispielsweise geht es um den Abbau von Hindernissen in der Inanspruchnahme von professioneller Hilfe seitens der Polizeiärzte. Abschließend formulierte Ulrich Büscher, Leitender Psychologe der Paracelsus-Wittekindklinik, noch einen „Wunsch“ aus Kliniksicht, der auf breite Zustimmung traf: „Wenn wir schon beim Wunschzettel sind, haben wir aus Kliniksicht auch einen „Wunsch“. Der betrifft die Länge der Kostenzusagen, mit denen die Patienten zu uns kommen. Im Sinne einer effektiveren und erfolgreicheren Behandlung plädieren wir für längere Kostenzusagen als die bisher üblichen drei Wochen.“

Paracelsus-Kliniken in Bad Essen hervorragend aufgestelltes Rehabilitations-Zentrum im Süden Niedersachsens

Die Paracelsus-Kliniken konzentrieren mit ihren vier Einrichtungen (Berghofklinik, Berghofklinik II, Wiehengebirgsklinik und Wittekindklinik) am Standort Bad Essen ein umfassendes Spektrum an Rehabilitationsangeboten an einem landschaftlich reizvollen Ort. Jahrzehntelange Erfahrung in der Suchtrehabilitation sowie in der Behandlung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen werden hier zum Wohl der Patientinnen und Patienten eingesetzt. So findet sich in Bad Essen als einzigem Standort in Niedersachsen das komplette Spektrum der Rehabilitation Pathologischer Glücksspielsucht. Die unterschiedlichen Einrichtungen ermöglichen den nahtlosen Übergang von stationärer Entwöhnung zur Adaption – also der alltagsgetreuen Wiedereingliederung in das Leben außerhalb der Klinik. Darüber hinaus sind die Kliniken Vorreiter im Bereich innovativer Konzepte wie zum Beispiel die integrierte Sucht- und orthopädische Rehabilitation oder Paartherapie. „Besonders freuen wir uns über die Anerkennung unserer Leistungen durch unabhängige Bewertungen. Wir wurden als TOP-Rehaklinik ebenso ausgezeichnet wie als familienfreundlicher Arbeitgeber“, berichtet der Geschäftsbereichsleiter für die Reha-Kliniken der Paracelsus-Gruppe, Tobias Brockmann, stolz.

Paracelsus-Kliniken Deutschland

Die Paracelsus Kliniken zählen mit 34 Einrichtungen an insgesamt 18 Standorten zu den großen privaten Klinikträgern in Deutschland. Bundesweit betreuen rund 4.500 Mitarbeiter jährlich knapp 90.000 stationäre Patienten. Die Konzernzentrale hat ihren Sitz in Osnabrück, wo auch die Verwaltung untergebracht ist. Die Paracelsus Kliniken wollen der Gesundheitspartner der Wahl für ihre Patienten und der Arbeitgeber der Wahl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Die Paracelsus Kliniken gehören zur familiengeführten Beteiligungsgesellschaft Porterhouse, die Nachhaltigkeit, generationenübergreifendes Denken und unternehmerisches Verständnis auszeichnet.

Pressekontakt: 

Judith Schwertmann, Öffentlichkeitsarbeit
Paracelsus-Kliniken Bad Essen
Empter Weg 5, 49152 Bad Essen
T 05472 935-155