1. Juni 2022

Schlittenprothese für das geschädigte Knie

Eine Schlittenprothese ersetzt nur Teile des Knies. Diese besondere Knieprothese kommt immer dann zum Einsatz, wenn am geschädigten Kniegelenk Knorpel, Kreuz- und Seitenbänder noch ausreichend intakt sind. Beim Einsatz einer Schlittenprothese bleibt das komplexe Kniegelenk weitgehend erhalten, die natürliche Roll-Gleit-Bewegung ist so gesichert.

Teilersatz oder neues Kniegelenk?

Die meisten Patienten kommen mit zunehmenden Belastungs- und Ruheschmerzen des Knies in die orthopädische Sprechstunde der Paracelsus Klinik Bremen. Aufstehen, Setzen, Spazierengehen oder Laufen – normale Alltagsaktivitäten werden zur Qual, die Lebensqualität der Betroffenen leidet deutlich. Eine sorgfältige Diagnostik zeigt zuverlässig das Ausmaß der Schädigung. So kann der orthopädische Facharzt zuverlässig entscheiden, ob ein kompletter Gelenkersatz oder eine Schlittenprothese vonnöten ist.

Schlittenprothese ermöglicht natürliche Bewegung

Die Schlittenprothese, eine unikondyläre Teilprothese, besteht aus zwei Metallkomponenten und einer Gleitfläche aus Kunststoff. Ein Bauteil am Oberschenkel, eins am Schienbeinknochen befestigt, dazwischen widerstandsfähiger Polyethylen – so ersetzt die Schlittenprothese den geschädigten Knorpel. Auf schonende Art ermöglicht das eine Rückkehr zu einer relativ natürlichen und geschmeidigen Bewegung des Knies. Denn ersetzt wird lediglich der geschädigte innere Teil der Knorpeloberfläche; der noch intakte Knorpel außen und hinter der Kniescheibe bleibt. Zementfrei an den Knochen fixiert, dringt zudem kein weiteres fremdartiges Material in den Körper. Im Durchschnitt hält eine solche Teilprothese problemlos 15 Jahre und länger.

Früh-Reha schon im Krankenhaus

Bereits wenige Stunden nach der OP stehen die Patienten zum ersten Mal wieder auf, um die Schlittenprothese vorsichtig zu belasten. Langsam führen die Fachärzte und Physiotherapeuten den Patienten noch während seines stationären Aufenthaltes in der Paracelsus Klinik an ein natürliches Gangbild heran. Eine dreiwöchige stationäre oder ambulante Anschlussheilbehandlung ist in der Regel empfehlenswert, um den Therapieerfolg langfristig zu sichern. Die Paracelsus Reha-Kliniken in Bad Elster und Bad Gandersheim sind auf eine Rehabilitation nach Kniegelenkersatz spezialisiert. Und auch nach einer solchen Reha ist eine weitere ambulante Physiotherapie empfehlenswert, um auch dauerhaft ein möglichst bewegungsreiches Leben führen zu können.