25. September 2023 

Vielfältig und zukunftssicher

Unsere Pflegekräfte leisten täglich großartige Arbeit und sind rund um die Uhr im Einsatz, um unseren Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten. In unserem Pflegeblog „Pflege mit Herz“ stellen wir Ihnen einige von ihnen vor und geben Ihnen ganz persönliche Einblicke in den Arbeitsalltag unserer Pflegehelden. Wie sieht der Alltag einer Pflegekraft aus? Was erwartet mich als Patient in den Paracelsus Kliniken und was schätzen die Pflegekräfte so an ihrem Beruf? All das und vieles mehr können Sie in unseren authentischen Geschichten lesen. Mit diesem Blog möchten wir Ihnen zeigen, wie wichtig und wertvoll die Arbeit unserer Pflegekräfte ist und ihnen die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdienen.


Früher Schulsanitäter, heute Pflegedienstleiter 

Schon in der Schule half Christoph gerne anderen Menschen. Mit 13 Jahren engagierte er sich im Schulsanitätsdienst. Für ihn stand fest: Ich werde Krankenpfleger. Gesagt, getan. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Krankenpfleger im Diakonissenhaus Kassel. 2014 zog er nach München und arbeitete als Krankenpfleger in verschiedenen Abteilungen des Klinikums Bogenhausen. Vor Ort begann er ein Bachelorstudium im Pflegemanagement. Nach seinem Abschluss wurde er 2018 zum stellvertretenden Pflegedienstleiter in der Langzeitpflege befördert. Doch bereits nach kurzer Zeit merkte er, dass ihm die Abwechslung und die Unvorhersehbarkeit des Krankenhausalltags fehlte. Er wechselte in das Krankenhaus Agatharied, leite verschiedene Bereiche und war für das Projektmanagement zuständig. Mit der Schwangerschaft seiner Frau zog es Christoph zurück in seinen Geburtsort Witzenhausen, einer kleinen Stadt zwischen Kassel und Göttingen. Seit Februar 2023 ist der 32-Jährige als Pflegedienstleiter der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel tätig und verantwortet rund 80 Mitarbeiter*innen aus 3 Ebenen der Klinik. 

Die Pflege bietet viele Möglichkeiten

„Kaum ein Beruf bietet so viele Möglichkeiten der fachlichen Fortbildung und der persönlichen Weiterentwicklung“, sagt Christoph. Er liebt die Abwechslung und Flexibilität in der Arbeit in der Pflege. Durch die vielen verschiedenen Stationen im Krankenhaus lernt er die unterschiedlichsten medizinische Fachbereite kennen und bildet sich andauernd weiter. „Mich persönlich reizt die Abwechslung, das Neue. In der Pflege ist es nie langweilig. Es gibt immer Stationen oder medizinische Fälle, die man noch nicht kennt. Das ist spannend“, sagt der Krankenpfleger. Er kenne jedoch auch Kolleg*innen, die seit vielen Jahren auf derselben Station arbeiten. Das sei das Tolle am Beruf, dass man die Wahl hat, erklärt der 32-Jährige. 

Ein planbares Tagesgeschäft ist die Pflege dennoch nicht. Medizinische Notfälle erfordern schnelle Reaktionen und nachhaltige Lösungen. Auch unter hohem Druck müssen die Pflegefachkräfte einen kühlen Kopf bewahren und stets freundlich und respektvoll mit den Patient*innen umgehen. Das erfordert Verantwortungsbewusstsein. „Einem muss bewusst sein, dass man mit Menschen arbeitet, die krank sind, und zum Teil irrational handeln. Als Pflegefachkraft muss man stehts sein Bestes geben, sonst kann das Jemand schaden“, betont Christoph. Die Arbeit funktioniert nur als Team, ganz nach der Devise: Mit Menschen am Menschen

Die Pflege anders kennenlernen

Die Pflegedienstleitung verantwortet alles das, was direkt und indirekt in der Pflege und an den Schnittstellen passiert. Dazu zählen Ausbildungsaufsicht, Dienstpläne kontrollieren, Ressourcenplanung, Mitarbeiter*innengespräche, Qualitätsüberprüfungen, Besprechungen und Koordination mit Ärzt*innen, Qualitätsmanagement und anderen Fachbereichen. Christoph ist kein Büromensch. „Ich arbeite ungern ausschließlich von meinem Büro aus. Ich bin viel im Haus unterwegs, um mitzubekommen, was auf den Stationen passiert und für meine Mitarbeitenden direkt ansprechbar zu sein. Vieles lässt sich persönlich viel besser besprechen als digital“, erklärt er. Er vermisst die direkte Arbeit an den Patient*innen, freut sich jedoch, die Pflege als Pflegedienstleiter aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. „Man denkt sich als Krankenpfleger immer, was man als Pflegedienstleiter alles anders machen würde. Ich habe jetzt die Chance, die Dinge anders zu machen und etwas im System zu verändern“, sagt Christoph.

Als Pflegedienstleiter hat er jetzt feste Arbeitszeiten, eine große Umstellung. Ihm sei bewusst geworden, wie sehr er die Schichtarbeit schätzt, erzählt er. Im Schichtdienst habe er Arzt- und Amtstermine leichter wahrnehmen können, da er auch mal vormittags frei hatte, erzählt er. Sein Kind um 15:00 Uhr zu sehen, wäre durch den Frühdienst auch kein Problem! Dass er auch mal am Wochenende arbeiten musste, nahm er gerne in Kauf. „Dafür hatte ich dann unter der Woche frei, wo andere arbeiten“, betont er.

Ein Beruf mit Zukunft

Wo andere um ihre Existenz bangen oder von künstlicher Intelligenz, Robotern und Maschinen ersetzt werden, kann Christoph sich beruhigt zurücklehnen. Er ist froh, einen zukunftssicheren Beruf auszuüben. „Die Pflege braucht Menschlichkeit und Empathie, verbunden mit professionellen handeln. Das lässt sich nicht von Roboter und Maschinen ersetzen“, argumentiert der Pflegedienstleiter. Er wünscht sich mehr Anerkennung von Politik und Gesellschaft, weil „das Gesundheitswesen eine große tragende Säule der Gesellschaft ist, ohne die es nicht funktioniert!“

Für Berufseinsteiger*innen hat er noch einen letzten Rat: „Lernt den Job euer Privatleben zu trennen, damit ihr die Sorgen und Belastungen aus der Klinik nicht mit nach Hause nehmt. Lernt euch abzugrenzen und findet Strategien zum Verarbeitung und zum Ausgleich.“ Er selbst geht dafür gerne ins Fitnessstudio und hört Musik. „Und fokussiert euch auf das Gute“, ergänzt er. Die Arbeit lehre ihn, dass nichts selbstverständlich ist, weder Gesundheit noch familiäre Unterstützung. Durch die Arbeit ist er sich den guten Dingen im Leben bewusster und schätzt sie mehr.