Darmkrebs
10. März 2022

Darmkrebsmonat März: Darmkrebs frühzeitig erkennen

Dr. Kathrin Tröger, Chefärztin für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Paracelsus Klinik Adorf/Schöneck rät anlässlich des Darmkrebsmonats März dazu, Vorsorgeangebote dringend wahrzunehmen.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Durch Aufklärungskampagnen sind in den letzten Jahren durch Vorsorgekoloskopie (Darmspiegelung) immer weniger Menschen daran erkrankt. Dennoch erhalten jährlich nach Schätzungen etwa 61.000 Menschen die Diagnose Darmkrebs. Jedes Jahr sterben rund 25.000 Menschen an dieser Krankheit.

Vorsorge ist wichtig

Dabei bedeutet die Diagnose Darmkrebs eine besondere Chance. Darmkrebs ist eine der Tumorarten, die sich durch frühzeitige Diagnose oft verhindern oder sogar heilen lässt.

Dr. Kathrin Tröger erklärt, „Symptome wie häufige Bauchschmerzen und Blähungen, Änderung des Stuhlverhaltens, Blut im Stuhl, unerklärlicher Gewichtsverlust und Schwäche können auf Darmkrebs hinweisen. Ich rate jedem zu einer Vorsorge-Koloskopie. Das ist die beste Möglichkeit Darmkrebs-Vorstufen zu erkennen. Ein häufiger Auslöser für Darmkrebs sind sogenannte Polypen. Werden diese frühzeitig entfernt, sinkt das Krebsrisiko.“

Laut der Nationalen Dekade gegen Krebs – einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken. Aus diesem Grund sollten Männern ab 50 und Frauen ab 55 Jahren eine Vorsorge-Koloskopie durchführen lassen. Etwa ein Drittel der Erwachsenen über 55 Jahre hat, ohne es zu wissen, zumindest einen Polypen im Darm. Ist bereits Krebs entstanden, besteht die Chance, dass der unbemerkt wachsende Tumor trotzdem noch rechtzeitig erkannt wird und die Erkrankung in nahezu allen Fällen des Frühstadiums geheilt werden kann.

Ursachen und Risikofaktoren

Meist lässt sich keine einzelne Ursache für die Entstehung von Darmkrebs benennen. Dennoch erhöhen bestimmte Faktoren das Risiko. Menschen mit bekannter Colitis ulcerosa oder anderen Darmerkrankungen oder in deren Familien Darmkrebs aufgetreten ist, sollten unbedingt die Vorsorgemaßnahmen frühzeitig in Anspruch nehmen. Auch bestimmte Ernährungs- und Lebensgewohnheiten erhöhen das Risiko. „Der übermäßige und regelmäßige Verzehr von tierischen und verarbeiteten Lebensmitteln, Zucker und Weißmehlprodukten sowie übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen, Stress und Bewegungsmangel sind Faktoren, die das Darmkrebsrisiko erhöhen”, warnt Carola Dehmel, Ernährungsberaterin der Paracelsus Klinik am Schillergarten in Bad Elster. Die Ernährungsberatung ist ein wichtiger Baustein der Reha-Behandlung in Bad Elster.

Diagnostische Möglichkeiten

Um Darmkrebs frühzeitig erkennen zu können, ist die Darmspiegelung (Koloskopie) die sicherste Untersuchungsmethode. Ergänzende bildgebende Verfahren zur weiteren Abklärung sind Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Kapselendoskopie und Röntgenuntersuchungen.

An der Paracelsus Klinik Adorf/Schöneck bieten die Experten die gesamte notwendige Diagnostik zur Abklärung von Darmkrebs an. Die Untersuchungen werden auf Überweisung des Haus- oder Facharztes ambulant oder stationär durchgeführt.

Wie sieht die Therapie aus?

Je nach Ausmaß und Stadium, Risikofaktoren und Begleiterkrankungen gibt es verschiedene Herangehensweisen. In der Behandlung des Darmkarzinoms ist der Stellenwert der Chirurgie sehr hoch. Die Operation ermöglicht in hohem Prozentsatz eine Heilung, in Kombination mit anderen Therapien. Patienten mit kleinen und oberflächlichen Tumoren werden heute bereits durch minimalinvasive Eingriffe operiert. In fortgeschrittenen Stadien kommen neben der chirurgischen Entfernung des Tumors noch weitere Optionen wie Chemotherapie, die Behandlung mit zielgerichteten Medikamenten und Bestrahlung zum Einsatz. In manchen Fällen ist die vorübergehende oder dauerhafte Anlage eines künstlichen Darmausgangs erforderlich. Ein solches Stoma ist oft lebensrettend und lässt sich erstaunlich schnell und unkompliziert in den Alltag integrieren. Auch Dank der gut ausgebildeten Kontinenz- und Stoma-Berater an der Paracelsus Klinik Adorf/Schöneck.

Stomaberatung auch während einer Reha

Während einer anschließenden Rehabilitation bekommen Betroffene in der Paracelsus Klinik am Schillergarten Bad Elster eine umfassende Stoma-Beratung. Ziel ist es, schnell zurück in den normalen Alltag zu finden. Freizeitaktivitäten und Sport sind auch mit Stoma möglich und werden nach einer kurzen Eingewöhnung nicht als übermäßig störend empfunden.