Ataxieerkrankungen

Ataxie – Definition

Ataxie ist der Oberbegriff für neurologisch bedingte Störungen der Bewegungsabläufe und Bewegungskoordination. Man unterscheidet beispielsweise zwischen Rumpfataxie, Standataxie und Gangataxie.

Bei der Zerebellären Ataxie ist das Kleinhirn betroffen, bei der Spinalen Ataxie liegt der Ursprung der Störung im Rückenmark. Die Spinozerebelläre Ataxie geht stets auf erblich bedingte Ursachen zurück.

Behandlungskonzept

unserer Fachklinik in Kassel

In Deutschland wird die Häufigkeit ataktischer Gangstörungen (Gangataxie) auf 1:50.000 bis 1:100.000 Einwohner geschätzt. Neben hereditären (= erblichen) Formen kommen sporadische (= nicht erbliche) Erkrankungen vor. In der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel erfolgt zunächst eine umfassende Diagnostik. Zur Behandlung und Therapie von Ataxierkrankungen an unserer Fachklinik gehört auch eine Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung, bei sozialmedizinischen Belangen und bei der Hilfsmittelversorgung.

Diagnose von Ataxieerkrankungen

Die Differentialdiagnose cerebellärer Erkrankungen erfordert neben der bildgebenden Diagnostik-Untersuchung des Nervenwassers auch apparative Zusatzuntersuchungen wie Neurografie und Elektromyografie (EMG). Zur weiteren Abklärung und Unterscheidung der einzelnen Formen ist ein differenziertes Vorgehen in Abhängigkeit von bestimmten Merkmalen wie Erkrankungsalter und klinische Symptome erforderlich. Dabei kommt der Labordiagnostik einschl. molekulargenetischer Untersuchungen eine wesentliche Rolle zu.

Begleitung

Wir wollen unsere Patienten ausführlich über ihre Erkrankung informieren und alle Fragen beantworten, sofern dies nach dem heutigen Kenntnisstand der Medizin möglich ist. Gesprächsangebote für Rat suchende Familienangehörige ergänzen das Angebot.

Unsere klinische und wissenschaftliche Tätigkeit wird durch die Patientenselbsthilfegruppe Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft e.V. (DHAG) nachhaltig unterstützt. Ziel ist es, die Lebensqualität zu erhalten.