Zentrum der Parkinson-Forschung

In der Paracelsus Elena-Klinik ist neben der Betreuung von Parkinsonpatienten die Forschung rund um die Erkrankung Schwerpunkt unserer Arbeit. Ein Ziel ist es, durch verschiedene Langzeitstudien mehr über die Ursachen und die Früherkennung von Parkinson zu erfahren.

Im Zentrum der Wissenschaft

Die Paracelsus-Elena-Klinik ist national und international eines der führenden Zentren der Parkinson-Forschung mit eigener Studienabteilung für Parkinson Studien. Wie in der aktuellen weltweiten Parkinson-Forschung dreht sich bei den international vernetzten Forschungsaktivitäten an der Paracelsus Elena-Klinik vieles um eine verbesserte Diagnostik zur Parkinson-Früherkennung und Frühdiagnose, da die Erkrankung nicht mit einem einzigen Parkinson-Test nachgewiesen kann. Weiterer Schwerpunkt ist die Suche nach genetischen Ursachen der Parkinson-Erkrankung.

Zimmer in der Paracelsus-Elena-Klinik für Parkinson Früherkennung und Forschung

Parkinson-Früherkennung, Verlauf und Medikamententest

Darüber hinaus erforscht die Klinik seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit Pharmaunternehmen in klinischen Studien die Verträglichkeit und Wirksamkeit neuer Parkinson-Medikamente. Bereits in den 1960er Jahren waren die Wissenschaftler der Klinik an ersten großangelegten Prüfstudien mit Levodopa beteiligt. Neben den Forschungen zur medikamentösen Behandlung von Parkinson bestehen weitere Forschungsschwerpunkte auf dem Gebiet der Schlafmedizin und des Restless Legs Syndroms.

Studienabteilung für Parkinson-Forschung

Die Studienabteilung der Paracelsus Elena-Klinik besteht seit über 15 Jahren und wurde von der Leiterin des Paracelsus Kompetenznetzwerks Parkinson und Bewegungsstörungen, Univ Prof Dr. Claudia Trenkwalder, mit ihrem Eintritt in die Paracelsus-Elena-Klinik gegründet. Unter der Leitung der koordinierenden Chefärztin Univ Prof. Dr. Brit Mollenhauer und des Oberarztes Dr. Sebastian Schade arbeiten vier Study Nurses in der Studienabteilung, in der Forschungsabteilung sind zwei weitere Studienkoordinatorinnen, eine medizinische Fachangestellte, ein Psychologe und eine technische Angestellte tätig.

Aktuelle Projekte der internationalen Parkinson-Forschung

Als außeruniversitärer Forschungsstandort mit besten Kontakten zu internationalen Zentren sind wir Teil einer weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft, die sich der Erforschung neurologischer Erkrankungen widmet. Dies geschieht aktuell in verschiedenen Projekten, die hier kurz skizziert sind:

Forschungsschwerpunkt: Parkinson-Früherkennung

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Gesund altern ist ein einzigartiges Forschungsprojekt zum Thema Parkinson-Früherkennung. Ziel ist es, Menschen mit hohem Risiko für eine Alterserkrankung des Gehirns (wie Demenz oder Parkinson) möglichst frühzeitig zu identifizieren – und zwar bevor diese Erkrankungen auftreten. Dabei werden Fragebögen eingesetzt, die online über den Computer abgefragt werden. Diese Studienfragen erfassen verschiedene Faktoren, welche nach heutigem Stand der Kenntnis mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Alterserkrankung des Gehirns verbunden sind. Dabei wird das Studienteam herausfinden, ob das Gesamtergebnis dieser Tests Aussagen über das Risiko, eine Alterserkrankung zu entwickeln, treffen kann und somit als Screening-Instrument geeignet ist. Ziel ist es, die Möglichkeiten der Parkinson-Frühdiagnose so zu verbessern, sodass präventive Maßnahmen rechtzeitig begonnen und Patienten eines Tages tatsächlich geheilt werden können.

Studienteilnehmer gesucht

Aktuell werden dafür Studienteilnehmer, Männer und Frauen, im Raum Kassel im Alter von 50 bis 80 Jahren gesucht. Unterstützt wird die rein wissenschaftliche Studie von der The Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt Gesund altern sowie Kontaktmöglichleiten finden Sie hier.

Gerne können Sie uns darüber hinaus über folgende Wege kontaktieren:

E-Mail:
T: 0561 6009-250

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Die gesunde Ernährung für Patienten mit Parkinson ist ein Schwerpunktthema der Paracelsus Elena Klinik. Wir sind bestrebt, die aktuellen Erkenntnisse aus der Parkinsonforschung umgehend in unserer Klinik umzusetzen. Studien zeigen, dass eine pflanzenreiche Ernährung das Risiko und den Verlauf der Parkinsonerkrankung positiv beeinflusst. Der Speiseplan für unsere stationären Patienten (und auch für unsere Mitarbeiter) bietet daher als Option eine mediterrane Ernährung an (siehe auch Gastronomische Versorgung). Die Wissenschaft treiben wir auf diesem Gebiet gleichzeitig mit weiteren Projekten in der Klinik voran. So wird bspw. untersucht, wie der Einfluss der mediterranen Ernährung oder der von ballaststoffreicher Kost auf unsere Darmflora ist oder was das mit der natürlichen Abwehr, dem Immunsystem, macht, auch in Bezug auf den Parkinson.

Weitere Informationen finden Sie hierzu unter Parkinson und Ernährung.

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Die weltweit erste wissenschaftliche Studie über die Wirkung des Fastens bei Parkinson-Erkrankten wird in Kassel durchgeführt und erfolgt in enger Kooperation mit Prof. Dr. med. Andreas Michalsen (Immanuel Krankenhaus Berlin Charité) und mit Prof. Dr. Paul Wilmes (Luxembourg Centre for Systems Biomedicine). Die richtige Ernährung und auch Fasten kann zur Verbesserung neurologischer Erkrankungen wie beispielsweise Parkinson beitragen. Mit dieser Fastenstudie untersuchen wir den Einfluss von Ernährung und Fasten (Heilfasten/Intervallfasten) auf die Darmflora, entzündliche Prozesse im Körper und die Auswirkungen auf Symptome der Parkinson-Erkrankung.

An dieser Studie der Parkinsonforschung können Patienten mit klassischer Parkinson-Erkrankung teilnehmen, bis zu fünf Jahre nach Diagnosestellung und ohne sog. Wirkfluktuationen. Menschen mit Diabetes, Rheuma-Erkrankungen oder entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Mb. Crohn) können leider in dieser Phase nicht teilnehmen. In den vergangenen 12 Monaten sollten keine Antibiotika eingenommen worden sein.

Wenn Sie Interesse haben oder Details zum Ablauf der Studie benötigen, kontaktieren Sie unser Studienteam gern telefonisch unter 0561-6009-169.

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Leben Sie während des Schlafs Ihre Träume aus (Reden im Schlaf, Boxen, Schlagen, Treten etc.)? Das kann (muss aber nicht) Ihr Risiko für eine Alterserkrankung des Gehirns wie Parkinson deutlich erhöhen. Hier muss die Früherkennung verbessert werden! Wir haben jahrelange Erfahrung mit Schlafstörungen und haben ein großes neurologisches Schlaflabor. Wir nehmen an verschiedenen Beobachtungsstudien (DeNoPa und PPMI) mit Personen mit einer Traumschlafstörung teil. Für diesen Schwerpunkt der Parkinsonforschung suchen wir Personen mit einer Traumschlafstörung, aber noch ohne Diagnose Parkinson. Die Studienteilnehmer werden regelmäßig untersucht und langfristig von der Klinik begleitet.

Für weitere Details melden Sie sich bitte telefonisch bei uns: 0561-6009-169

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Seit Sommer 2009 läuft an der Paracelsus-Elena-Klinik die innovative Parkinson-Langzeitstudie DeNoPa. Das Kürzel steht für „De Novo Parkinson“. Gemeint ist eine sehr frühe, noch unbehandelte Parkinsonerkrankung. Ziel der in dieser Form weltweit einzigartigen Studie zur Parkinson-Früherkennung ist es, die Parkinsonerkrankung von den ersten Frühindikatoren an in der Langzeitperspektive über 10 bis 15 Jahre hinweg an einer festen Patientenkohorte zu beobachten.

Im Zentrum der DeNoPa-Studie steht die Frage, welche Testverfahren und Untersuchungsmethoden die Frühdiagnose eines Morbus Parkinson unterstützen. Außerdem geht es um Möglichkeiten einer Differenzialdiagnose für die unterschiedlichen Verlaufsformen dieser Erkrankung. Denn bei weitem nicht alle Patienten zeigen die gleichen Symptome.

2021 wurde die Folgeuntersuchung nach zehn Jahren abgeschlossen. Das Besondere der DeNoPa Studie ist die Vielzahl an Untersuchungen, die zahlreiche Daten liefern, die über einen langen Zeitraum analysiert werden können. Neben neurologischern Untersuchungen, Polysomnographie, Neuropsychologischer Testung, beinhaltet die Studie auch die Durchführung folgender Untersuchungen zur Parkinson-Früherkennung: MRT, EKG, Hirnparemchymsonographie, Riechtest, Schellongtest, EEG, Blut, Liquor, Speichel, Stuhl, Urin. Außerdem werden zahlreiche Fragebögen erfasst.

Das Probenmaterial (Blut, Liquor, Speichel, Stuhl, Urin) liefert für zahlreiche Parallelprojekte Material zur Identifizierung von Biomarkern für die Frühdiagnose und zu den unterschiedlichen Verlaufsformen der Parkinson-Erkrankung.

Weitere Informationen zur DeNoPa-Studie finden Sie hier oder kontaktieren Sie unsere Studienkoordinatorin gerne telefonisch unter 0561-6009-265.

Für die DeNoPa-Studie werden aktuell keine Patienten mit Parkinson mehr gesucht, jedoch haben wir eine sehr ähnliche internationale Beobachtungsstudie, um die verschiedenen Krankheitsverläufe zu entschlüsseln.

Die Parkinson Progressions Marker Initiative oder PPMI-Studie wird von der gemeinnützigen Michael J. Fox Stiftung unterstützt. Hierfür werden weiterhin Patienten mit neu diagnostiziertem Parkinson-Syndrom, die bislang keine Parkinson-Medikamente einnehmen, Menschen mit erhöhter Risikokonstellation für Parkinson (z.B. Riechstörung oder lebhafte Träume) oder gesunde Kontroll-Patienten gesucht.

Kontaktieren Sie uns bei Interesse gerne telefonisch: 0561-6009-169.

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Alle aktuell in der Apotheke erhältlichen Medikamente sind durch eine sogenannte „Arzneimittelprüfung“ gegangen. Hier werden kontrolliert neue Medikamente an Patienten gestestet.

Auch wir möchten einen Beitrag zu neuen Entwicklungen in der Arzneimitteltherapie leisten. Gerade als erfahrene Klinik sehen wir uns in der Verantwortung, neue Therapien für Parkinson und andere Bewegungsstörungen mitzubeurteilen und teilnehmende Patienten schützend zu überwachen.

Derzeit suchen wir Teilnehmer für Arzneimittelstudien für:

  • Patienten mit Multisystematrophie (MSA) zur Prüfung eines Präparates zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs
  • Patienten mit einer frühen, noch unbehandelten Parkinson-Krankheit zur Prüfung eines Präparates zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs
  • Patienten mit fortgeschrittenem Parkinson-Syndrom (im Stadium der Wirkfluktuationen, mit Unbeweglichkeit vor allem nachts)

Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0561-6009-169.

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Kompetenznetz Parkinson ist ein vom Bundesministerium für Forschung und Bildung gefördertes nationales Projekt der Parkinsonforschung, in dem die Forschungs- und Versorgungsaktivitäten bezüglich der Parkinson-Syndrome optimiert werden. Wir kooperieren mit der Abteilung Neurologie Universität Marburg, den Abteilungen Neurochirurgie, und Neurologie der Universität Göttingen. Dazu kommen zahlreiche nationale und internationale Kooperationen auf dem Gebiet Restless Legs Syndrom und Morbus Parkinson.

Weitere Informationen zum Kompetenznetz Parkinson finden Sie hier.

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