Fachbereich

Neurologie

Ambulante Sprechstunde

Die ambulante Sprechstunde unseres Chefarztes Oleg Mitrofanov richtet sich an die Bewohner Helgolands und umfasst Fragestellungen aus allen Bereichen der Neurologie.

vormittags

nur nach vorheriger Anmeldung

Unsere neurologische Spezialabteilung behandelt Patienten, die an der Parkinson-Erkrankung leiden. Der stationäre Aufenthalt ermöglicht eine exakte und umfassende Diagnostik und Behandlung. Darüber hinaus wirkt sich das Hochseeklima fernab vom Alltagsstress positiv auf die Parkinson-Patienten aus. Ihnen ist es auf Helgoland möglich, sich am Meer zu entspannen und Kraft für den Alltag zu sammeln.

Leistungsspektrum

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Die moderne Therapie des Morbus Parkinson beruht auf drei Säulen:

  • Die erste Säule ist die individuelle medikamentöse Einstellung des Patienten. Durch die tägliche Visite und den direkten Kontakt von Arzt und Patient kann im Krankenhaus die Situation des Patienten und die Medikamentenwirkung besser beurteilt werden.
  • Die zweite Säule ist die aktivierende, übende Behandlung, die durch regelmäßiges Training mit Physiotherapeuten eingeschränkte Fähigkeiten verbessern soll. In unserer Klinik wird außerdem der Einsatz von Hilfsmitteln im Alltag trainiert. Zudem werden Massagen und verschiedene Packungen angeboten. Der Behandlungsplan eines jeden Patienten wird ganz individuell besprochen und ausgearbeitet.
  • Die psychotherapeutische Begleitung kann als dritte Säule bei der Bewältigung der vielfältigen Probleme, die im Verlauf einer chronisch fortschreitenden Parkinson-Erkrankung auftreten können, sehr hilfreich sein.

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  • Frühdiagnose und Differenzialdiagnose des Morbus Parkinson: Erhebung der Vorgeschichte, klinische Untersuchung, L-DOPA-Test, Apomorphin-Test, Diagnose autonomer Störungen (FAN), Indikationsstellung zur weiteren apparativen Diagnostik (SPECT, PET, MRT)
  • Behandlung von Problemen bei der medikamentösen Therapie: Umstellung der Medikation, Wirkungsverlust der Medikamente, Überbewegungen, On-off-Phasen
  • Überprüfung von Schlafstörungen: Einschlaf- und Durchschlafstörungen, nächtliche Unbeweglichkeit, Früherwachen, Restless-Legs-Syndrom, frühmorgendliche Unbeweglichkeit
  • Beratung und Therapie bei psychischen Problemen: durch Medikamente hervorgerufene Halluzinationen und Psychosen, Verwirrtheitszustände, nächtliche Alpträume, depressive Verstimmungen, Gedächtnisprobleme, Probleme bei der Krankheitsbewältigung
  • Tiefenhirnstimulation: Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel zur Betreuung von Patienten nach Implantation eines so genannten Hirnschrittmachers oder zur Anpassung der Stimulationsparameter im weiteren Verlauf und zur Anpassung der Medikation
  • Behandlung bei essentiellem Tremor
  • In Ausnahmefällen Aufnahme nach Absprache auch bei anderen Bewegungsstörungen

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Die Parkinsonsche Krankheit hat ihre Bezeichnung dem Londoner Arzt James Parkinson zu verdanken, der das Krankheitsbild im Jahre 1817 erstmals beschrieb. Er vermutete, dass die verschiedenen Symptome auf eine gemeinsame Ursache im Gehirn zurückzuführen sind. Eine wirksame Behandlung konnte er noch nicht angeben.

Jeder 200. Mensch im Alter von über 80 Jahren in Deutschland leidet unter Morbus Parkinson, es gibt aber auch deutlich jüngere Betroffene. Beginnt die Erkrankung vor dem 40. Lebensjahr, wird von einem “early-onset”-Parkinson gesprochen. Hiervon sind etwa fünf Prozent aller Parkinson-Patienten betroffen. Dabei werden die ersten Symptome meist ab dem 30. Lebensjahr beobachtet, in Ausnahmefällen kann die erste Symptomatik jedoch auch vor dem 20. Lebensjahr auftreten.

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Die Diagnose “Parkinson” trifft auch heute die meisten Menschen völlig unvorbereitet und stellt sie im Alltag vor große Herausforderungen. Außerdem sind weitaus mehr junge Patienten von der Erkrankung betroffen als man erwarten würde. Helfen kann es in dieser Situation, sich an Selbsthilfegruppen zu wenden.

Als zuverlässiger Ansprechpartner hat sich die “Deutsche Parkinson Vereinigung Bundesverband e.V.” (dPV) – gegründet im Oktober 1981 – zur Aufgabe gemacht, Wissenslücken und Vorurteile zu beheben und für Betroffene da zu sein.  Die Vereinigung hat inzwischen mehr als 23.000 Mitglieder, davon ca. 15.000 Betroffene, ca. 4.000 Angehörige und ca. 1.000 Fördermitglieder. Die Basisarbeit wird in ca. 450 Regionalgruppen und Kontaktstellen geleistet.

Zum einen sind die Deutsche Parkinson Vereinigung Bundesverband e. V., zum anderen der Club U 40, ein Zusatzangebot der Parkinson Vereinigung für jüngere Parkinson-Patienten.

Informationen zu den verschiedenen Selbsthilfegruppen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Parkinson Vereinigung: www.parkinson-vereinigung.de

Davon unabhängig, hat sich vor einigen Jahren der Verein Jung und Parkinson e.V. gegründet. Weitere Informationen zum Verein finden Sie auf der Webseite.

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