8. September 2022

Kompetenz aus Kassel: Renommierte Ärztinerarbeitet Leitlinie zum Restless-Legs-Syndrom

Univ. Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder, ehemalige Chefärztin der Paracelsus Elena-Klinik, war gefragte Expertin bei der Ausgestaltung bundesweiter Behandlungsrichtlinie / Erforschung und Behandlung des Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist neben Morbus Parkinson medizinischer Schwerpunkt der Paracelsus Elena-Klinik in Kassel

Kassel, 08.09.2022 Betroffene klagen über einen unbeherrschbaren Bewegungsdrang vor allem in den Beinen, haben quälende Nerven-Empfindungen, Schmerzen und massive Schlafstörungen: Das Restless-Legs-Syndrom (RLS), das bei fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung auftritt, beeinträchtigt erheblich die Lebensqualität und ist nur schwer zu behandeln. An der Paracelsus Elena-Klinik in Kassel hat man sich seit Jahren neben Morbus Parkinson auf die Behandlung und Erforschung dieser chronischen neurologischen Erkrankung spezialisiert. Deren ehemalige Chefärztin, Univ. Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder, gilt als renommierte Expertin auf ihrem Fachgebiet und war deshalb jetzt als eine von zwei federführenden Autorinnen an der Erstellung einer bundesweiter Behandlungsleitlinie für RLS beteiligt (S2k-Leitlinie „Restless Legs Syndrom“, AWMF-Registernummer: 030/081).

Hilfe von Experten für Ärzte

Die Leitlinien der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften sind systematisch entwickelte Hilfen zur Entscheidungsfindung für Ärzte. „Unser Ziel war es, den aktuellen Stand der Forschung allen Behandlern in Deutschland verfügbar zu machen, damit Betroffene eine bestmögliche Diagnostik und Therapie erhalten“, erklärt die Kasseler Ärztin. Die Leitlinie, die von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), und der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) unter Beteiligung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) sowie Österreichischen und Schweizer Fachgesellschaften herausgegeben wurde, betritt Neuland. Denn sie betrachtet RLS als ein Krankheitsbild, das aus genetischen und Umweltfaktoren entsteht und durch andere Erkrankungen beeinflusst wird, wie z.B. Diabetes mellitus, Rheuma oder Morbus Parkinson. Als Therapie empfiehlt die Leitlinie die Kontrolle und Optimierung des Eisenstoffwechsels und einen langsamen und symptomorientierten Einsatz medikamentöser und nicht medikamentöser Behandlungsoptionen, ausgehend von der Schwere der Beeinträchtigung.

Langjährige Forschung zu RLS

Die Paracelsus Elena-Klinik ist national und international eines der führenden Zentren der Parkinson-Forschung. Im Mittelpunkt steht dabei eine verbesserte Frühdiagnose und die Suche nach genetischen Ursachen der Parkinson-Erkrankung. Darüber hinaus erforscht die Klinik seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit Pharmaunternehmen die Verträglichkeit und Wirksamkeit neuer Parkinson-Medikamente. Weitere Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Schlafmedizin und des Restless-Legs-Syndroms. Die Studienabteilung der Paracelsus Elena-Klinik besteht seit mehr als 15 Jahren und wurde von Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder als Leiterin des Paracelsus Kompetenznetzwerks Parkinson und Bewegungsstörungen initiiert.