Fachbereich

Chirurgie – Gefäßchirurgie

Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Gefäßchirurgie dar. Die Sektion bietet eine optimale Versorgung, angefangen von der Diagnostik, über die Therapie bis hin zur Nachbehandlung. In ausgewählten Fällen (z.B. beim Krampfaderleiden) kann die spezialisierte Behandlung ambulant erfolgen. Die meisten unserer Operationen werden in Rahmen eines stationären Aufenthaltes realisiert. Für unsere gefäßchirurgische Interventionen und Operationen stehen uns moderne Operationssäle zur Verfügung.
Durch die am Haus etablierte Radiologie stehen uns für unsere interdisziplinäre Therapieentscheidung Computertomografie, CT-Angiografie, digitale Subtraktionsangiografie und Phlebografien täglich zur Verfügung. Verbunden mit der Dopplerdruckmessung und der Duplexsonografie können wir somit die gesamte Gefäßdiagnostik durchführen. Durch unser zweites Haus in Schöneck besteht auch die Möglichkeit einer MRT Untersuchung.

Leistungsspektrum

keyboard_arrow_down

Stadium I Die Engstelle (Stenose) im Gefäß ist so gering, dass sie keine Beschwerden verursacht. Die Erkrankung wird dann meistens zufällig (z.B. bei einer Gefäßuntersuchung) festgestellt.

Stadium II Der Patient verspürt manchmal schon nach kurzer Gehstrecke belastungsabhängige Schmerzen, meist in der Wade (selten im Oberschenkel, im Hüft-/Gesäßbereich oder Fuß).

Stadium III Verschlechterung der Durchblutung der Beine. Schmerzen treten auch im Ruhezustand, besonders im Liegen und nachts auf.

Stadium IV Die Durchblutungsstörung führt zu abgestorbenem Gewebe, meist an den Zehen, den Knöcheln oder der Ferse. Kleine Wunden heilen nicht mehr ab und werden immer größer.

Ab Stadium III und IV besteht unmittelbare Amputationsgefahr.

 

Untersuchungsmethoden
Der Gefäßchirurg untersucht die Beine nach typischen Zeichen einer Durchblutungsstörung ab. Anzeichen sind fehlender oder schwacher Puls über den Beinschlagadern, blasse, kalte Beine und nicht heilende Wunden.

Weitere Methoden:
Weitere diagnostische Methoden sind

  • Ultraschalluntersuchung
  • Angiografie
  • Computertomografie
  • Magnetresonanz-Angiografie
  • Messung des Sauerstoffdruckes im Gewebe
  • mikroskopische Betrachtung kleiner Gefäße im Nagelbett

 

Behandlungsmethoden

  • Endovaskuläre Verfahren: schonende Therapie bei der die Gefäße mittels Ballon (PTA) oder Stents aufgedehnt werden. Die meisten Gefäße des Körpers können mithilfe von Drähten oder Kathetern durch einfache Punktionen an Armen oder Beinen in örtlicher Betäubung erreicht werden.
  • Operative Verfahren: Gefäße werden freigelegt, Kalk wird ausgeschält und der Einsatz einer sogenannte Erweiterungsplastik ist notwendig.
  • Bypassoperation bei langstreckigen Verschlüssen. Hier erfolgt eine Umgehung der erkrankten Gefäße durch einen natürlichen (bevorzugt körpereigene Venen) oder künstlichen Blutleiter.
  • Einsatz von Medikamenten, die die Blutverklumpung hemmen bzw. die Blutfettwerte senken.

 

Wissenswertes
Durchblutungsstörungen werden durch folgende Faktoren begünstigt:

Bluthochdruck, Nikotin, Diabetes, falsche Ernährung und wenig Bewegung

Die davon bedingten Durchblutungsstörungen können nicht nur zur Schaufensterkrankheit und/oder zum Raucherbein mit drohender Amputation führen. Auch Herzinfarkt und Schlaganfall können durch Durchblutungsstörungen auftreten. Deshalb ist es so wichtig, Gefäßkrankheiten vorzubeugen, sie so früh wie möglich zu erkennen und gezielt von Gefäßchirurgen behandeln zu lassen.

keyboard_arrow_down

Wunden, die trotz adäquater Behandlung innerhalb von 6 Wochen nicht abgeheilt sind, bezeichnet man als chronische Wunden. Für betroffene Personen stellen chronische Wunden aufgrund von Schmerzen, Mobilitätseinschränkung, Geruchsbelästigung und Beeinträchtigung des sozialen Lebens eine erhebliche Belastung und Einschränkung der Lebensqualität dar. Auch Angehörige leiden darunter.

 

Ursachen
Meist liegt eine Erkrankung der Gefäße, also der Venen und Arterien zugrunde. Für eine vollständige Wundheilung ist eine Behandlung der Ursache von entscheidender Bedeutung. Jede chronische Wunde muss auf das Vorliegen einer Gefäßerkrankung abgeklärt werden – je früher, desto besser.
Bei einer arteriellen Durchblutungsstörung wird das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff- und Nährstoffen versorgt. Ursache ist meist die Arteriosklerose, sodass dort Engstellen oder auch Gefäßverschlüsse entstehen.

 

Diabetische Fußsyndrom
Das Diabetische Fußsyndrom ist die Spätfolge einer häufig bereits jahrelang bestehenden, nicht bzw. nicht ausreichend behandelten Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Durch Fehlstellungen, Fehlbelastungen und Druckbelastungen bei gleichzeitigem Verlust des Schmerzempfindens. Kleine Verletzungen können zu Wunden führen, die oftmals lange unbemerkt bleiben, da das Schmerzempfinden erloschen ist.

 

Diagnostik und Behandlung
Da in den meisten Fällen einer chronischen Wunde eine Gefäßerkrankung zugrunde liegt ist es unbedingt erforderlich einen Gefäßspezialisten aufzusuchen. Dieser untersucht meist per Ultraschall das Gefäßsystem. Verhärtet sich hierbei der Verdacht auf einen Gefäßerkrankung werden weitere Untersuchungen, z.B. eine Kernspinangiographie oder eine Angiographie notwendig.

Bei arteriellen Durchblutungsstörungen muss eine Verbesserung der Durchblutung erreicht werden. Dies lässt sich heutzutage in vielen Fällen durch sehr schonende, sogenannte endovaskuläre Eingriffe erzielen (siehe pAVK).

 

Nachbehandlung
Neben der Ursachenbehandlung ist auch eine stadiengerechte und leitlinienkonforme Lokaltherapie notwendig, um eine Wundheilung zu gewährleisten.
Im Regelfall sollte eine Behandlung mit sogenannten hydroaktiven Wundauflagen (u.a. Schaumstoffverbänden, Alginaten oder Hydrofasern und Hydrogelen) erfolgen. Diese modernen Verbandsmittel schaffen ein für die Wundheilung optimales Wundmilieu und müssen meist auch nicht täglich gewechselt werden. Teilweise können die Verbände bis zu einer Woche belassen werden.
Welche Lokaltherapie die für Sie geeignete ist, entscheidet der Gefäßspezialist oftmals gemeinsam mit speziell ausgebildeten Wundmanagern.
Ihr behandelnder Gefäßchirurg kann Ihnen Diagnostik und Therapie einschließlich aller verfügbaren operativen und endovaskulären Behandlungsmethoden als auch OP Verfahren zur plastischen Defektdeckung aus einer Hand anbieten und wird Sie gern ausführlich über die gegebenenfalls erforderliche Behandlung beraten.

keyboard_arrow_down

Ursachen

  • ererbte Bindegewebsschwäche mit Schwächung der Venenwand und der Venenklappen. Der Rückfluss des Blutes zum Herzen ist gestört.
  • Übergewicht
  • langes Stehen
  • Schwangerschaft
  • Bewegungsarmut

 

Beschwerden

  • Beinschwellung
  • Spannungsgefühl
  • schwerer Beine oder Muskelkrämpfe
  • Krampfadern neigen zu Entzündungen (Varikophlebitis), die sehr schmerzhaft sein können.
  • Oberflächliche Krampfadern können bei Verletzung stark bluten
  • kosmetische Gesichtspunkte

 

Therapiemöglichkeiten
Man unterscheidet operative und konservative Behandlungsmethoden. Mit welcher Methode behandelt wird, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und den betroffenen Gefäßabschnitten ab und erfordert eine exakte Diagnostik durch einen Gefäßchirurgen.

  • Kompressionstherapie:
    Förderleistung der Muskel-Venen-Pumpe durch individuell angepasste Kompressionsstrümpfe
  • Veröden von Varizen (Sklerotherapie):
    Diese Methode wird überwiegend bei Seitenast- und Besenreiservarizen eingesetzt, ist risikoarm und belastet den Patienten kaum. (kosmetische Gründe).
  • Operative Therapie:
    Varizen werden über Sonden herausgezogen (sogenanntes Stripping) und über kleine Inzisionen (Hautschnitte) entfernt (Seitastveridektomie, Miniphlebektomie).
  • Radiofrequenztherapie:
    Über eine Punktion wird eine Radiofrequenzsonde in die geschädigte Vene eingebracht. Durch entstehende Hitze an der Sondenspitze wird die oberflächliche Vene verödet
  • Lasertherapie:
    die Vene wird mittels einer Sonde schrittweise verschlossen.

In vielen Fällen müssen die verschiedenen Therapieverfahren auch miteinander kombiniert werden.

Karriere

Paracelsus: Ihr neuer Heimathafen!

Ob in guten oder herausfordernden Zeiten: Unsere Gesundheitsfamilie hält zusammen – und möchte sich weiter vergrößern. Bewerben Sie sich jetzt!