Endoprothetik

Schmerzhafte Arthrose kann Ihnen die Bewegungsfreude rauben. Vertrauen Sie auf die Spezialisten des Endoprothetikzentrums Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg

Knie- und Hüftbeschwerden können Ihre Lebensqualität massiv einschränken. Wenn lieb gewordene Hobbys immer beschwerlicher für Sie werden, sportliche Aktivität nur mehr eingeschränkt bis gar nicht mehr möglich ist und Ihnen auch kurze Strecken zu Fuß mühselig erscheinen, dann ist ein Arztbesuch dringend notwendig.

Ihr Hausarzt wird Sie höchstwahrscheinlich an einen Spezialisten für Erkrankungen des Bewegungsapparates, einen Orthopäden, überweisen. Neben der Analyse Ihres Gangbildes und einer Untersuchung zur Beweglichkeit Ihrer Gelenke werden eventuell noch weitere bildgebende Diagnoseverfahren durchgeführt. Dazu gehören Röntgenaufnahmen, Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT).

Arthrose beginnt schleichend

Eine mögliche, häufig gestellte Diagnose, mit der Sie anschließend konfrontiert werden könnten, lautet Arthrose. Von der Gelenkverschleißerkrankung ist mittlerweile fast die Hälfte aller über 65-jährigen betroffen. Im Anfangsstadium wird der Knorpel weicher, im weiteren Fortschritt beginnt sich die schützende Knorpelschicht abzunutzen. Es kommt zu Rissen im Knorpel, die sich schmerzhaft bemerkbar machen. Sie verspüren anfänglich Schmerzen bei Belastung, später werden die Schmerzen chronisch und das Gelenk beginnt zu versteifen.

Eine dauerhafte Über- und Fehlbelastung kann eine Arthrose des Knie- bzw. Hüftgelenks begünstigen. Bei der primären Arthrose kann man die Krankheitsursachen nicht klar benennen, familiäre Vorbelastung und Genetik werden vermutet. Für die sekundäre Arthrose kommen oftmals Erkankungen wie Rheuma oder Gicht als Ursache in Frage,

Wenn Sie im fortgeschrittenen Alter auf Ernährung, Gewicht und ausreichend Bewegung achten, ist es durchaus möglich, das Auftreten von Arthrose zu verhindern bzw. zu verzögern.

Weitere mögliche Erkrankungen von Knie- und Hüftgelenk

Eine Ursache, die schon in jungen Jahren zu Arthrose führen kann, ist die angeborene Fehlbildung der Hüftgelenkspfanne, die Hüftdysplasie. Wird diese im Säuglingsalter erkannt und mit Spreizhose oder Schiene behandelt, wird der Arthrose vorgebeugt. Ein Bruch des Hüftgelenks im fortgeschrittenen Alter kann oftmals dazu führen, dass ein neues Hüftgelenk notwendig wird. Vor allem, wenn der Bruch die Blutzufuhr zum Hüftkopf unterbricht, kann es zum Absterben von diesem kommen. Eine Knochendichtemessung beim Arzt gibt Aufschluss darüber, ob eine erhöhte Brüchigkeit (Osteoporose) der Knochen vorliegt, welche behandelt werden sollte. Auch das Kniegelenk kann von Arthrose betroffen sein, vor allem, wenn Übergewicht, falsche Belastung oder Verletzungsfolgen eine Rolle spielen. Fehlstellungen des Kniegelenks wie X- oder O-Beine führen unbehandelt ebenfalls im Laufe der Zeit zum Verschleiß der Knorpelschicht und somit zu Arthrose. Die Diagnose einer Arthrose bedeutet jedoch mitnichten, dass Sie sofort ein künstliches Gelenk eingesetzt bekommen. Es stehen konservative Methoden wie Physio- und Bädertherapie, Schmerzmittel oder auch Injektionen mit Hyaluronsäure zur Verfügung. Erst wenn die Schmerzen Ihre Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen, kann es sein, dass Ihr Arzt in Absprache mit Ihnen den Einsatz einer Endoprothese (künstliches Gelenk) für notwendig erachtet.

Der künstliche Gelenkersatz – die Endoprothese

Der Einsatz künstlicher Gelenke ist in der Medizin inzwischen zur Routine geworden. Die Weiterentwicklung der letzten Jahre in Bezug auf Herstellung und und Formgebung haben sich der steigenden Lebenserwartung und den Ansprüchen in Bezug auf Mobilität angepasst. Am meisten Erfahrung besteht beim Ersatz von Knie- und Hüftgelenken. Kobalt-Chrom-Legierungen, Titan und Keramik vertragen sich gut mit dem eigenen Gewebe, moderne künstliche Gelenke halten inzwischen 15 bis 20 Jahre. Ihr behandelnder Arzt wird unter Berücksichtigung Ihres Alters, Geschlechts, Gesundheits- und Knochenzustandes etc. die für Sie passende Endoprothese auswählen.

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, ein künstliches Gelenk an den intakten Gelenkanteilen zu befestigen:

  • zementierte Methode,
  • zementfreie Methode,
  • Hybridmethode (Mischform).

Unter dem "Zement" wird in der Endoprothetik ein schnell aushärtender Kunststoff verstanden.

Das künstliche Hüftgelenk

Die Hüftgelenkprothese ähnelt stark Ihrem natürlichen Gelenk und besteht aus dem Hüftschaft und der Hüftpfanne. Auch hier gibt es einen aufgesetzten Kugelkopf, der dem natürlichen Kugelgelenk entspricht und Oberschenkel- und Hüftknochen stabil miteinander verbindet.

Das künstliche Kniegelenk

 Ein Kniegelenkersatz kann teilweise erfolgen, indem nur der zerstörte Gelenkanteil ersetzt wird. Sind die Kniescheibe und die Bänder noch intakt und der Schaden liegt nur auf einer Seite vor, spricht man von einem Oberflächenteilersatz oder unicondylärer Endoprothese. Sind die Schäden beidseitig, aber die Bänder noch intakt, wird ein Oberflächenvollersatz vorgenommen, eine sogenannte bicondyläre Endoprothese. Ist das gesamte Kniegelenk mitsamt den Bändern zerstört, erfolgt ein vollständiger, achsgeführter Gelenkersatz. Dieses künstliche Gelenk übernimmt dann auch die Aufgabe der Bänder.

Der Gelenkaustausch – die Operation

Wenn Sie sich für eine endoprothetische Operation in der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg entschieden haben, ist es uns ein großes Anliegen, dass Sie sich gut informiert und sicher fühlen. Deshalb sollte möglichst rasch ein Beratungsgespräch mit Ihrem behandelnden Arzt vereinbart werden. Es wird eine erneute ausführliche Untersuchung erfolgen, um die beste Operationsmethode für Sie zu finden. Alle Schritte dieses Prozesses werden Ihnen von Ihrem behandelnden Arzt ausführlich erklärt werden. Sie erfahren, welches Material wir verwenden, wie wir planen, das künstliche Gelenk im Körper zu verankern und natürlich auch, wie Sie im Anschluss möglichst rasch Ihre Mobilität wiedererlangen.

Für dieses Gespräch würden wir Sie bitten, folgene Unterlagen mitzubringen:

  • Krankenversicherungskarte,
  • Überweisung von Haus- oder Facharzt,
  • wenn vorhanden, Information zur Zusatzversicherung,
  • wenn vorhanden, Vorbefunde und Röntgenbilder,
  • Aufstellung Ihrer derzeit eingenommenen Medikamente,
  • wenn vorhanden, Information zu eventuellen Allergien.

Kurz vor der geplanten Operation wird noch ein Anästhesist das Gespräch mit Ihnen suchen, um die geplante Narkose zu besprechen (Voll- oder Teilnarkose). Außerdem wird Ihnen unsere Pflege Fragen zum Thema Schmerzmanagement stellen, damit Sie auch sichergehen können, dass Ihnen gut und rasch bei Schmerzen geholfen wird.

Was sollte ich vor der Operation noch erledigen?

Wenn Sie Ihren Operationstermin für eine Endoprothese an der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg erhalten haben, können Sie im Vorfeld noch ein paar Dinge tun, welche den Erfolg der OP und der anschließenden Heilung noch vergrößern.

  • reduzieren Sie starkes Übergewicht,
  • stellen Sie das Rauchen ein,
  • stärken Sie Ihre Muskulatur durch gezielte Übungen und Krankengymnastik,
  • achten Sie darauf, dass bestehende Erkrankungen (Bluthochdruck, Diabetes etc.) medikamentös gut eingestellt sind.

 Auch in Ihrem Zuhause empfehlen wir Ihnen einige Maßnahmen vor der geplanten Operation zu treffen:

  • Bringen Sie Haltegriffe im Bad an,
  • schaffen Sie einen Duschhocker und rutschfeste Duschunterlagen an,
  • entfernen Sie Stolperfallen wie lose Teppiche,
  • lassen Sie eventuell benötigte Hilfsmittel wie Greifzange oder Strumpfanzieher vom Arzt verordnen.

Die Operation ist überstanden

 Nach der erfolgreichen Operation werden Sie in den ersten Tagen mit Schmerzmitteln und blutverdünnenden Mitteln eingestellt. Anschließend erfolgt die erste Mobilisation mit unseren Physiotherapeuten. Ihre aktive Mitarbeit und das genaue Befolgen der Anweisungen Ihres Therapeuten ist dabei besonders gefragt und maßgeblich für den Behandlungserfolg.

Nach rund 8 bis 12 Tagen nach der erfolgten Operation werden Sie nach Hause, bzw. in den geplanten Rehabilitationsaufenthalt entlassen. Je nach Operationsaufwand und Ihrer Versorgungssituation zu Hause kann die Reha ambulant oder stationär erfolgen.