Reha nach Lungenkrebs  

Eine Krebserkrankung und ihre Therapie sind ein großer Einschnitt in das Leben und in den Alltag. Nicht selten kommt der Schreck: Krebs! Wieso ich? Die anschließende Behandlung sowie die Vorstellung „Leben mit Krebs“ kosten Kraft und bedeuten eine ständige Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Der Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland bei Männern und Frauen. Das Rauchen ist und bleibt dabei der Hauptrisikofaktor. Die Therapie von Lungenkrebs hängt von der Größe der vorgefundenen Krebszellen ab. Oft umfasst die Therapie eine Operation, Chemotherapie und Bestrahlung.

Die folgenden Inhalte sollen einen Überblick über Lungenkrebs geben und bieten Ihnen einen Einblick in die anschließende Rehamaßnahme in der Paracelsus Klinik am See.

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Lungenkrebs kann in allen Abschnitten der Lunge entstehen. Häufig spricht man auch vom Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom. Bei der Einteilung von Lungenkrebs unterscheidet man zwischen den kleinzelligen Lungenkarzinomen (schnell wachsend) und den nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen. Diese Einteilung ist abhängig von der Größe der Krebszellen.

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Lungenkrebs entwickelt sich meist im Hintergrund. Krankheitszeichen treten häufig dann auf, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Im fortgeschrittenen Zustand kann sich Lungenkrebs beispielsweise durch hartnäckiges akutes Husten, Atemnot, Heiserkeit oder Schmerzen im Brustbereich äußern. Hier ist Vorsicht geboten, denn diese Symptome bedeuten keinesfalls, dass es sich tatsächlich um Lungenkrebs handelt. Nichtdestotrotz sollten diese Symptome ernstgenommen werden. Denn bei Lungenkrebs gilt: Je früher ein Lungenkarzinom entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

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Die Therapie bei Lungenkrebs hängt von der individuellen Situation ab. Sie stützt sich jedoch auf die Operation, die Chemo- und die Strahlentherapie. Bei der Behandlung von nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen steht an erster Stelle die Operation. Das befallene Lungengewebe wird hierbei entfernt und es besteht eine Chance auf langfristige Heilung. Wenn der Lungenkrebs schon weiter fortgeschritten ist, schließt sich eine Chemo- und Strahlentherapie an die Operation.

Patienten mit kleinzelligen Lungenkarzinomen befinden sich bei der Diagnose meistens schon in einem fortgeschrittenem Krebsstadium. Die Krebszellen haben in diesem Fall rasant gestreut. Der Tumor hat schon weite Teile des Lungengewebes befallen und oft auch schon Metastasen in anderen Körperregionen gebildet. Eine Operation ist in diesen Fällen nicht mehr möglich. An dieser Stelle steht die Chemotherapie an erster Stelle.

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Wie sieht mein Leben nach dem Krebs aus, ist eine von vielen Fragen, die sich Betroffene und Angehörige stellen. In der onkologischen Reha ist das oberste Ziel, dass Sie die physischen und psychischen Auswirkungen der Erkrankung mit Unterstützung von qualifiziertem Personal verarbeiten können. Hier finden Sie Raum und Zeit, um sich mit Mitbetroffenen, mit einer ähnlichen Krankengeschichte, austauschen zu können.

Die Reha nach Lungenkrebs, die in der Regel drei Wochen dauert, schließt an die akute Krebstherapie an und führt die Behandlungen weiter. Sie soll Ihnen dabei helfen, wieder Kraft zu tanken und Erholung zu finden. Zudem soll Ihnen der Übergang in den Alltag und die Berufstätigkeit erleichtert werden. Die Behandlung einer Krebserkrankung kann sehr anstrengend und kräftezehrend sein.

Unser Therapieangebot umfasst unter anderem: Ein spezielles Atem- und Ausdauertraining sowie Sport- und Bewegungstherapien, da manche Patienten nach einer Lungen-Op Probleme mit der Atmung haben und insgesamt gering belastbar sind. Zudem wollen wir auf diese Weise das Herz-Kreislaufsystem stärken. Die medizinische Betreuung umfasst die Schmerzbehandlung, die Hilfe bei Nebenwirkungen oder die Neueinstellung von Medikamenten. Zusammen mit der Ernährungsberatung können Methoden entwickelt werden, um dem ungewollten Gewichtsverlust entgegenzuwirken. Auch eine psychoonkologische Betreuung kann während der Reha in Anspruch genommen werden. Hier werden Probleme der Krankheitsverarbeitung insbesondere die Angst vor einem Rückfall besprochen oder verschiedene Entspannungsverfahren erlernt. Auch die Tabakentwöhnung wird bei Bedarf thematisiert.

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Eine jährliche Früherkennungsuntersuchung, wie die gesetzlichen Krankenkassen sie zum Beispiel für Brust-, Darm-, Haut- oder Prostatakrebs anbieten, gibt es bei Lungenkrebs nicht. Daher ist es wichtig, auf die eigene Gesundheit und den Körper zu achten. Vor allem starke Raucher sollten harmlose Symptome, wie Husten oder Fieber, nicht auf die leichte Schulter nehmen und frühgenug medizinisch abklären lassen. Eine gesunde Lebensweise hilft vor und nach Lungenkrebs. Hierzu zählen eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, frische Luft und vermeiden Sie starken Tabakkonsum. Ein „Jetzt ist es sowieso zu spät“ sollte eindringlich vermieden werden, denn Lebenserwartung und Heilungschancen lassen sich immer durch einen Rauchstopp steigern.

Alle Möglichkeiten ausschöpfen, um krebskranken Menschen und ihren Angehörigen zu helfen. Das ist der Anspruch der Deutschen Krebshilfe. Hier erhalten Sie weitere Informationen und Infomaterial zu Ihrer Krebserkrankung.

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