Polizeibedienstete und Einsatzkräfte

Ein spezifisches Behandlungssetting richtet sich an Menschen aus Berufen mit besonderer Verantwortung (Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Rettungskräfte).

Diese Berufsgruppen sehen sich meist mit  einer Fülle von Anforderungen, Aufgaben und Belastungen konfrontiert, die je nach Verarbeitungs- und Konfliktbewältigungsmöglichkeiten des Betroffenen Belastungsreaktionen und psychosomatische/psychische Symptome und Erkrankungen unterschiedlicher Ausprägung hervorrufen können.

Die Belastungen ergeben sich zum einen aus dem Einsatzgeschehen, wie z.B. der Konfrontation mit Verbrechen, Gewalt, schweren Unfällen, Tod und Suizid, andererseits aber auch aus der Organisation und Struktur der Arbeit, wo wechselnde Schichten, Wochenend- und Nachtdienste die dringend benötigte Ruhe und Erholung stören können. Familiäre oder partnerschaftliche  Konflikte können Folge, aber auch Ursache der hohen Beanspruchung sein und schließlich selbst zum Problem werden.

In einer homogenen Therapiegruppe von Betroffenen mit vergleichbarem beruflichem Hintergrund soll dieser Problematik Rechnung getragen werden. Das sich durch diese spezielle Gruppenzusammensetzung entwickelnde tiefere Vertrauen in die Verschwiegenheit der Gruppe erleichtert es dabei, Schwellenängste zu überwinden und gemeinsam Wege zur Veränderung zu finden.

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Das behandeln wir

In diesem Setting behandeln wir u.a. folgende Probleme und Beschwerden:

  • Erschöpfungssyndrome

  • Depressive Symptome

  • Ängste und Angsterkrankungen

  • Belastungsreaktionen und Traumatisierungen

  • Private oder berufliche Lebens- und Sinnkrisen

  • Essstörungen (Adipositas, Bulimie)

  • Alkohol- und Medikamentenmissbrauch

Therapieangebot

Das psychotherapeutische Therapieangebot besteht aus festen tiefenpsycholoisch/analytischen Therapiebausteinen und indikativen Gruppen mit erlebens- oder verhaltensmodifizierenden Schwerpunkten aus den Bereichen Medizin, Arbeitsleben, Kreativität, Bewegung, Ernährung und Entspannung, die je nach vorliegender Symptomatik ärztlich verordnet werden.

Hinzu kommen notwendige medizinische Maßnahmen.  

Berufsbezogene indikative Gruppe Polizei

Die „Indikative Gruppe für Polizeibedienstete“ findet zusätzlich zur polizeispezifischen Therapiegruppe einmal in der Woche statt.

Die Gruppe ermöglicht eine Auseinandersetzung mit individuellen Verarbeitungsmechanismen im Umgang mit polizeispezifischen Bedingungen am Arbeitsplatz, wie zum Beispiel Schichtarbeit, Überforderung, Dienst an der Waffe, Perspektivlosigkeit oder auch Konflikte am Arbeitsplatz mit Kollegen und/oder Vorgesetzten. Dabei geht es auch um das Suchen und Finden von konkreten Lösungsmöglichkeiten.

Die Teilnahme an dieser Gruppe ist freigestellt. 

Vorgespräche und Aufnahmemodalitäten

Vor der stationären Behandlung können unverbindliche ärztlich/therapeutische Vorgespräche durchgeführt werden, um mögliche Fragen im Vorfeld zu klären und die Wittekindklinik kennen zu lernen.

Im Rahmen eines ambulanten Vorgespräches ist es auch möglich, die für die Antragstellung zur Kostenübernahme notwendige psychiatrische Diagnostik durchzuführen.

Einen Termin für ein Vorgespräch können Sie über unser Patientenmanagement vereinbaren. Unsere Mitarbeiter stehen Ihnen auch gerne zur Klärung aller Aufnahmemodalitäten zur Verfügung.

Ansprechpartner

Wenn Sie als Zuweiser oder Kostenträger fachliche Informationen zum Polizeikonzept benötigen, helfen Ihnen Ihre Ansprechpartner weiter.