Wunsch und Wahlrecht

Sie haben nach §9 SGB IX ein sogenanntes Wunsch- und Wahlrecht. Das bietet Ihnen die Möglichkeit auf die Wahl der Reha-Klinik Einfluss zu nehmen.

Dabei ist es hilfreich, wenn Sie bei der Beantragung Ihrer Reha-Maßnahme Ihre Wunschklinik angeben. Um Ihr Wunsch- & Wahlrecht auszuüben, stellen wir Ihnen hier ein einfach auszufüllendes Formular zur Verfügung, welches Sie Ihrem Antrag auf medizinische Rehabilitation beifügen können. 

Der Kostenträger ist gehalten bei medizinischer Eignung Ihrer Wunschklinik, diese zu bewilligen.

Mit der Neufassung des §40 Abs. 2 SGB V wurde das Wunsch- und Wahlrecht zusätzlich bestärkt, sodass die Kassen nicht mehr grundsätzlich in die eigenen billigen "Vertragskliniken" einweisen können.

Wenn Ihre Wunschklinik durch Ihre persönliche Lebenssituation (Alter, Geschlecht, Familie, religiöse/weltanschauliche Bedürfnisse) nach §9 SGB IX begründet ist, können keine Mehrkosten für die Bewilligung in Ihre Wunschklinik verlangt werden. Sollten dennoch Mehrkosten verlangt werden finden Sie hier weiterführende Information zum Vorgehen.

Wenn Sie noch mehr zur Bedeutung des Wunsch- und Wahlrechts erfahren möchten, finden Sie hier ein Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit.

Darin werden die Institutionen aufgefordert, auf das Wunsch- und Wahlrecht der Patienten Rücksicht zu nehmen. 

Was tun, wenn meine Reha abgelehnt wird?

Manchmal kommt es vor, dass ein Kostenträger die gesetzlichen Regelungen des SGB IX übersieht und eine andere Klinik als die von Ihnen gewünschte für Ihre Reha-Maßnahme aussucht.

Wenn der Kostenträger eine andere als Ihre Wunschklinik aussucht, muss er detailliert begründen, warum er Ihre Wunschklinik ablehnt. Pauschalierte Formulierungen wie „mit der Klinik besteht kein Vertrag“ oder „die Klinik ist zu teuer“ reichen hier nicht aus. 

Mit einem formlosen Brief können Sie erneut von Ihrem Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch machen und die Umeinweisung in Ihre Wunschklinik beantragen. 

Hat Ihr Kostenträger die Reha-Maßnahme grundsätzlich abgelehnt, muss er die Ablehnung auch genau begründen. Sie haben die Möglichkeit, Widerspruch gegen diesen Bescheid einzulegen. Lesen Sie die Begründung genau durch. Wenn Ihnen diese unzureichend erscheint, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Lassen Sie sich damit nicht zu viel Zeit, denn häufig gibt es eine Frist, mit der der Widerspruch eingereicht sein muss. Diese ist meist in dem Bescheid enthalten (Rechtshelfsbelehrung).

Kostenfreie Beratung zum Thema Rehabilitation erhalten Sie beim Arbeitskreis Gesundheit e.V.