Ataxieerkrankungen

In Deutschland wird die Häufigkeit ataktischer Gangstörungen auf 1:50.000 bis 1:100.000 Einwohner geschätzt. Neben hereditären (= erblichen) Formen kommen sporadische (= nicht erbliche) Erkrankungen vor. Unser Anliegen ist, neben der umfassenden Diagnostik und Therapie auch eine Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung, bei sozialmedizinischen Belangen und bei der Hilfsmittelversorgung zu gewährleisten.

Wir wollen unsere Patienten ausführlich über ihre Erkrankung informieren und alle Fragen beantworten, sofern dies nach dem heutigen Kenntnisstand der Medizin möglich ist. Gesprächsangebote für Rat suchende Familienangehörige ergänzen das Angebot. Unsere klinische und wissenschaftliche Tätigkeit wird durch die Patientenselbsthilfegruppe Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft e.V. (DHAG) nachhaltig unterstützt.

Die Differentialdiagnose cerebellärer Erkrankungen erfordert neben der bildgebenden Diagnostik-Untersuchung des Nervenwassers auch apparative Zusatzuntersuchungen wie Neurografie und Elektromyografie (EMG). Zur weiteren Abklärung und Unterscheidung der einzelnen Formen ist ein differenziertes Vorgehen in Abhängigkeit von bestimmten Merkmalen wie Erkrankungsalter und klinischen Symptomen erforderlich. Dabei kommt der Labordiagnostik einschl. molekulargenetischer Untersuchungen eine wesentliche Rolle zu.

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