Wundzentrum

Mit koordiniertem Behandlungskonzept gegen chronische Wunden

In Deutschland leiden bis zu fünf Millionen Menschen an chronischen Wunden. Unter chronisch versteht man Wunden, die trotz entsprechender Therapie nach vier bis sechs Wochen zu keiner Abheilung gebracht werden konnten. Die Wunde selbst ist aber oftmals nur das Symptom von einer oder mehreren Grunderkrankungen. Daher steht neben der Therapie eine umfangreiche Diagnostik im Mittelpunkt des Wundzentrums.

Für eine optimierte Therapie chronischer Wunden ist neben einem fundierten Fachwissen auch eine koordinierte Zusammenarbeit vieler Fachdisziplinen der Medizin und Pflege notwendig. Hierfür steht seit Jahren das Wundzentrum Hannover, das neben der Behandlung seiner Patientinnen und Patienten auch die Koordinierung eines gesamten Behandlungskonzeptes als eine seiner wichtigsten Aufgaben sieht. Das Wundzentrum Hannover trägt seit Jahren zur Forschung, Weiterbildung und Leitlinienerstellung bei, um die Versorgung unserer Patienten permanent und vor allem zeitnah zu verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Vor- und Nachsorge. Denn eine Wunde, die gar nicht erst entsteht, muss auch nicht kostenintensiv behandelt werden. Ein Plus für uns alle.

Als eines der ersten Wundzentren in Deutschland kann das Wundzentrum Hannover mit Dr. Karsten Glockemann auf einen großen Erfahrungsschatz und eine deutschlandweite Vernetzung zurückgreifen. Im Laufe der Jahre konnte eine Vielzahl von Spezialisten aus Medizin und Pflege in die Mitarbeit eingebunden werden, um eine lückenlose Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Wichtig ist hierbei auch die Verzahnung zwischen dem stationären und ambulanten Bereich, um unnötige Therapiepausen und die damit verbundenen Rückschläge in der Behandlung zu verhindern. Es hat sich bereits sehr früh in der Versorgung chronischer Wunden herausgestellt, dass eine optimale und kostensenkende Therapie genau diese Strukturen voraussetzt und somit das Fundament der Behandlung ist.

Wundinfektion durch multiresistente Keime

Nicht zuletzt bedarf es genau dieser fachübergreifenden Behandlungskonzepte, um der stetig steigenden Zahl an Wundinfektionen mit multiresistenten Bakterien entgegen zu wirken, eine der Herausforderungen für das 21ste Jahrhundert. Ziel des Wundzentrums ist es ferner, durch eine frühe koordinierte Zusammenarbeit, umfangreiche Diagnostik und gezielte Therapie zu einer Senkung der immer noch viel zu hohen Zahl an oftmals vermeidbaren Amputationen in Deutschland maßgeblich beizutragen. So gehört im Wundzentrum Hannover zur Behandlung des diabetischen Fußsyndroms, neben der modernen Wundversorgung immer auch eine begleitende Versorgung durch Diabetologen, Podologen und Orthopädietechnikern.