Laparoskopie

Laparoskopie – was ist das ?

Eine Laparoskopie ist eine Spiegelung einer zuvor mit Kohlendioxid gefüllten Höhle des Körpers. Hierzu zählen der Bauchraum (klassische Laparoskopie) sowie der sogenannte Retroperitonealraum, in dem die meisten urologischen Organe wie Niere, Harnleiter oder Prostata liegen.

Bei laparoskopischen Operationen werden neben einem Sichtgerät (Videoendoskop) auch die chirurgischen Instrumente über dünne Metallröhrchen eingeführt. Das Bild wird mit einer Vergrößerung auf einen Monitor übertragen, wo wir unsere Handlungen verfolgen können.

Besonderheit der Laparoskopie

  • Durch die Vermeidung eines größeren Schnitts ist Ihre körperliche Integrität weniger beeinträchtigt, die Schmerzen nach einer solchen Operation sind geringer.
  • Durch die Vergrößerung des Operationsfeldes kann schonender und genauer operiert werden.
  • In schwer zugänglichen Bereichen ist die Sicht deutlich verbessert, weil die Kamera dicht an die entscheidenden Stellen herangeführt werden kann.
  • Durch verbesserte Operations- und Präparationstechniken ist der Blutverlust geringer als bei offenen Operationen. Wichtige moderne Hilfsmittel bei laparoskopischen Operationen sind Ultraschallmesser /-schere und Hochfrequenzstrom.
  • Durch den erhöhten technischen Aufwand dauern laparoskopische Operationen etwas länger als der herkömmliche Eingriff.

Eine laparoskopische Operation ist leider nicht bei jeder Erkrankung und jedem Patienten durchführbar.

Laparoskopische Operationen

  • Hodensuche im Bauch
  • Krampfadern am Hodensack (Varicocele)
  • Harnleiteroperationen
  • Nierenbeckenplastik
  • Nierenzystenoperation
  • Entfernung kleiner Nieren
  • Nebennierenentfernung
  • Lymphknotenentfernung bei Hoden- und Prostatakrebs
  • Radikale Prostatektomie