Schmerzmedizin

Schmerz ist eine Schutzeinrichtung des Körpers. Der biologische Sinn besteht darin, Überleben zu sichern. Die Aufgabe der Schmerztherapie besteht darin, sinnlosen Schmerz auszulöschen oder chronische Schmerzen zu behandeln. Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potenzieller Gewebsschädigung verknüpft ist.

Akuter Schmerz hat eine wichtige Schutz- und Warnfunktion. Schmerzen, die über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten hinweg ständig oder immer wieder auftreten, werden als chronische Schmerzen bezeichnet. Der chronische Schmerz hat keine Funktion mehr – der Schmerzzustand wird zur Krankheit selbst.

Schmerz ist eine komplexe Sinneswahrnehmung unterschiedlichster Qualität, zum Beispiel stechend, ziehend oder drückend. Wenn Sie Schmerzen fühlen, ist dies eine Reaktion Ihres Gehirns auf Schmerzsignale aus Ihrem Körper. Diese Signale werden von der Schmerzstelle (zum Beispiel vom Ort einer Verletzung) über das Nervensystem zum Gehirn gesendet. Dort setzt das Gehirn die empfangenen Signale als Warnsignale Ihres Körpers in ein Schmerzempfinden um.

Stationäre Versorgung folgender Krankheitsbilder:

  •     Kopfschmerzen/Migräne
  •     Gesichtsschmerzen
  •     Weichteilrheuma (Fibromyalgie)
  •     Anhaltende Rückenschmerzen
  •     Schmerzen nach Bandscheibenoperationen
  •     Schmerzen im Bewegungsapparat
  •     Nervenschmerzen
  •     Phantom- und Stumpfschmerzen
  •     Narbenschmerzen


Unsere Schmerztherapeuten erreichen durch interdisziplinäre Behandlungsmöglichkeiten eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten.

Folgende Therapien kommen - in Abhängigkeit von der möglichen Ursache der Beschwerden - in unterschiedlichem Umfang zum Einsatz:

  • differenzierte medikamentöse Schmerztherapie, Überprüfung laufender Medikamenteneinnahmekonzepte,medikamentöse Um- und Neueinstellung, Medikamentenentzug
  • Psychologische Betreuung mit Gruppentherapien, Entspannungsübungen und Vorträge zum Thema Schmerz (Schmerzedukation); der psychologische Ansatz zur Behandlung von chronischen Schmerzstörungen sowie wichtiger Begleiterkrankungen, wie z.B. Ängsten und Depressionen, wird durch die Abteilung Psychotherapie vertreten
  • ggf. BV-gesteuerte Interventionen an der Wirbelsäule. Dazu gehören Periradikuläre Therapien (PRTs), Facetten- und Iliosakralgelenksblockaden sowie -verödungen 
  • ggf. Neurologische und neurochirurgische Vorstellung
  • tägliche physiotherapeutische Behandlung (Manuelle Therapie, stabilisierende Wirbelsäulengymnastik, Mobilisation, gerätegestützte Krankengymnastik, Nordic Walking), physikalische Therapie (Fango), Reizstromverfahren (TENS, Muskelstimulation)
  • Kunsttherapie, Theatertherapie
  • Ergotherapie
  • Entspannungsverfahren (z. B. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Autogenes Training nach Schultz, Imaginationsübungen)
  • Ergotherapie (z.B. Alltagstraining)
  • Themenbezogene Informationsveranstaltungen

Stationäre Kopfschmerztherapie

Für die stationäre Kopfschmerztherapie (chronische Kopfschmerzen) steht in der Kopfschmerzklinik Bremen ein interdisziplinäres Team aus Neurologen, Schmerztherapeuten, Psychologen, Pain Nurses (speziell ausgebildeten Krankenpfleger/innen), Ergo-, Physio- und Kunsttherapeuten sowie die entsprechende apparative Infrastruktur zur Verfügung.